Zweintopf: “Imagineering” – Kunst im Konsumtempel
Oktober 21st, 2009

zweintopf: “Vier Jahreszeiten – or the making of a public space lookalike”

0512: “Achtsamkeit”


Sylvia Winkelmayer: “o.T.”

Aldo Giannotti: “The Chase”


Simon Rulquin: “Where is Wally (Où est Charlie?)”

Anticool Company: “Anti-Shopping” – “Nicht mehr getragene Kleidungsstücke werden mit Etiketten versehen und zur�ück ins Geschäft gehängt.”

Michail Michailov: “Heimkino”. “Der Titel der Intervention ergibt sich durch die Wahl des Ortes, der Abteilung “Heimkino” des Elektrohandels Saturn, wo ich mein Video “private dancing” (01:45min.,loop) ohne um Erlaubnis zu fragen gleichzeitig auf mehreren Fernsehern mehrmals präsentierte.”
Yoga, Fange und ein illegales Video-Screening im Konsumtempel: Das Künstlerduo Eva Pichler und Gerhard Pichler alias Zweintopf hat Ende September die fantastische, illegale Gruppenausstellung “Imagineering” in einem Grazer Einkaufszentrum realisiert. (Vgl. auch Kunst im Baumarkt: PARASITES#1) Hier kann man sich alle künstlerischen Interventionen anschauen – lohnt sich! Und hier noch einmal das Konzept: “Norbert Bolz hat das Konzept des “Imagineerings” auf den Konsum übertragen und beschreibt damit den postmaterialistischen Kunden und seine Sehnsüchte. Gekauft werden heute keine Güter, sondern Geschichten, Gefühle, Träume und Werte. Und ist es nicht sehr viel leichter diese Phantasien in einer neu konstruierten, noch unbelasteten Welt zu verkaufen, als neue Werte der gewachsenen Stadt als Konstrukt überstülpen zu wollen? So entstand das Konzept “Einkaufszentrum”. Der leblosen Architektur in suburbanen Gegenden werden bekannte Versatzstücke aus allen Jahrhunderten der Architekturgeschichte entgegengesetzt. Regenfeste Gotik, Renaissance und Heimatstil in einem, Gemütlichkeit in kleinen Happen und ohne Verknüpfung zu mühsamer Geschichte. Ein sicherer, sauberer, hermetisch abgeriegelter Mikrokosmos, scheinöffentliche Flächen, Plätze und Gehsteige, nach innen orientierte “Straßencafes”, von Ladenzeilen umschlossen – die Mallarchitektur schützt nicht nur vor dem Wetter: dem falschen Menschenschlag ist der Zutritt via Hausordnung ebenfalls verweigert. Nach außen präsentiert sie sich als Kasten, ein abweisender Block, der Autos wie Blechmotten magisch anzieht. Das Einkaufszentrum als freiwillige innere Emigration, sein Kern ein Gesamtkunstwerk des Konsums: Kaufen, Essen, Amüsieren – die Welt als ästhetisches Phänomen. Soweit zur vorgefunden Situation, die wir nicht unkommentiert lassen wollten. Und so wurde die Möglichkeit geschaffen, sich dieser Erscheinungen anzunehmen: zweintopf konnte KünstlerInnen/ArchitektenInnen/Kollektive einladen sich am Shoppingcenter abzuarbeiten, konnte die Entlarvung der Scheinöffentlichkeit, insbesondere subversiv und ohne Erlaubnis der Shoppincenterleitung künstlerisch tätig zu werden, delegieren. Die öffentliche Hand lieferte das monetäre Rüstzeug. Wenn Sie also dieses Vorwort lesen, ist alles längst vorbei – diese Dokumentation bleibt als Imaginationshilfe für Szenarien unerlaubten Handelns, die geladenes Publikum nicht vorsehen.” Via
Oktober 24th, 2009 at 9:43 am
[...] Zweintopf: Imagineering Kunst im Konsumtempel – group art show in a shopping center [...]
März 2nd, 2010 at 1:02 am
[...] gleich noch ein Update bzw. übersichtliches Onlineportfolio: “Wir hatten bereits im Oktober die Ehre in ihrem Blog zu erscheinen, würden sie aber anbei gerne über 2 weitere Projekte informieren: 1.) [...]
August 6th, 2010 at 11:57 am
[...] Pichler haben mir mal wieder ein fantastisches Update geschickt. Onlineportfolie hier, mehr auch hier und hier. Via: Mail, danke! Posted by *A Filed in Intervention, Performance, new projects, [...]