

The Remix Koolhaas (After August Sander, The Architect, 1926), 2008 | Scotch tape, kraft paper, cardboard | Lifesize & The Curator (After August Sander, The Peddler), 2007 | Scotch tape, kraft paper, cardboard | Lifesize: “Diese Skulptur ist die Re-Interpretation einer Photographie von August Sander aus der Serie “Menschen, die an meine Tür kamen” aus dem Jahre 1920. Zeigte Sanders Photographie einen Hausierer, der Lose verkauft, so ersetzte Blanckart die Lose durch Badges mit den Portraits prominenter Kuratoren. Genau wir der Hausierer, der umher reist und seine Waren von Haus zu Haus feilbietet, um seine Existenz zu sichern, so tut klappert auch der zeitgenössische Kurator die Kunstmessen ab. Die Arbeit scheint nur auf den ersten Blick Adolf Hitler darzustellen! Um 1920 war ein solcher Oberlippenbart in Deutschland Mode.”

“Katmandoo”, 2002, dekonstruiert das offizielle Staatsfoto der im Jahre 2001 grausam massakrierten nepalesischen Königsfamilie. Die tödlich Verwundeten wenden dem Betrachter dabei gnädig ihre unversehrten Frontseiten zu.

“La Merdlumanité/The Great Humanishit”, 2005 (Tape, kraft paper, polyurethane, foam and coprolites (fossil dinosaur’s feces). From dinos fossil-shits to the contemporary art, through an Hegelian historical process.
“Olivier Blanckart, 1959 geboren in Brüssel und gelernter Klempner, thematisiert in seinen Arbeiten Bilder, die zu populären Ikonen wurden. Olivier Blanckart verarbeitet in seinen Skulpturen die photographische Reproduktion an sich, oder die Interpretation eines photographischen Abbildes aus der öffentlichen Erinnerung. Dazu nutzt er billige Materialien wie zum Beispiel Packpapier, Verpackungstape oder Karton. Genau diese Ambivalenz im Materialeinsatz lässt die “wirkliche” Geschichte des öffentlichen Bildes wieder an die Oberfläche gelangen. Sei es als Photographie oder als von der Photographie inspirierte Skulptur – Blanckart wird immer getrieben von einer postmodernen Obsession: Ikonen zu demontieren und wo immer möglich, diese modernen Götzen von ihren Sockeln zu stoßen. Olivier Blanckart versteht es dabei, aus wertlosen Materialien geradezu theatralische Tableaus zu zaubern, ausgehend von Bildern, die tief in unser kollektives Gedächtnis graviert sind.” Aktuelle Ausstellung in den Niederlanden: “The New Judgement of Paris: Olivier Blanckart”, Odapark Venray, 21. Juni bis 15. August 2009. Via: Mail


