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Watchlist: Inges Idee


Realtime: “Auf der heutzutage sehr heterogen genutzten, ehemals für die Stadt Berlin repräsentativen Potsdamer Straße werden auf einer Länge von 2 km sieben innerstädtische Situationen verdoppelt. So als wenn der städtebauliche Plan auf Transparentpapier dupliziert wird und Augenblicke später auf seiner darunter liegenden Vorlage verrutscht ist, sollten an ausgewählten Stellen der gesamten Straße „Dubletten“ im Abstand von 70 cm zu den existierenden Objekten auftauchen. Im Mittelpunkt stehen dabei leicht zu ignorierende Straßenmöbel wie Leuchtmasten, Bushaltestellen oder Uhren. Realtime versieht den zeitlichen Fluss des Alltagsgeschehen mit einem „Stottern“, einem visuell real existierenden Déjà-vu. Neben einer allgemeinen Verunsicherung ob der zweifach vorhandenen Stadtmöbel wird die Aufmerksamkeit des Passanten gleichzeitig auf die Jetztzeit wie auf Vergangenes gelenkt.”


3D²: “Auf dem hainartigen Platz vor dem Schulgebäude der Berufsschulzentrum wurde ein Basketballfeld in Originalgröße errichtet. Entstanden ist ein Spielfeld aus weichem orangerotem Tartanbelag und zwei genormten Körben, welches wie über das befindliche Raster der aufgestellten Lampen gestülpt erscheint. Das bespielbare Feld ist wie am Bildschirm im 3D-Programm „gemorpht“ und erscheint als Achterbahngelände mit Höhen und Tiefen, ruhigen und dynamischen Zonen. Das entstandene Paradoxon, das sich zwischen normierendem Regelwerk und lustvoll anarchischer Veränderung bewegt, fordert kreativen Einsatz zu seiner Benutzung.”


Schmuck: “In die Lochfassade des Parkhauses am Karlsplatz sind 10 Objekte unterschiedlicher Größe eingefädelt. Es handelt sich um stark vergrößerte Schmuckstücke, wie sie zum Beispiel an den Benutzern des Parkhauses in der Modemetropole Düsseldorf zu sehen sind. Die als Fremdkörper in der Altstadt empfundene Modulfassade wird mit den eingearbeiteten Schmucksachen zum Display eines heterogen ein gerichteten Juwelierladens.”


Bolzplatz: “Die Teilung der Landschaft durch einen Fluß (samt dazugehöriger Brücke) ist eine typische topographische Grundfigur des Münsterlandes. Diese spezielle Situation liefert den Grundrahmen für die Skulptur “Bolzplatz”. Das Bild eines Fußballplatzes weist zahlreiche Analogien zur beschriebenen Landschaftsformation auf: Ein Fußballfeld markiert einen gemeinsamen Ort, der jedoch durch eine Mittellinie in zwei Hälften aufgeteilt ist.”

inges idee besteht aus den Künstlern Hans Hemmert, Axel Lieber, Thomas A. Schmidt und Georg Zey – und macht wunderbare Projekte im öffentlichen Raum. Schade, dass gerade mein Favorit “Realtime” (bisher) noch nicht realisiert wurde… Gerade erst entdeckt (weil über Weihnachten gelesen) im Urban Space Mag #3 (Pflichtlektüre!)

Comments

2 Comments so far. Leave a comment below.
  1. Mel,

    Das Basketballfeld ist vor meiner Berufsschule :3

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