Vorsicht: Parasiten!

Juli 26th, 2009

Der Stuttgarter Künstler Pablo Wendel, 29, schlich sich als echter Krieger in die Terrakotta-Armee, brütete ein Ei während der Kunstmesse Art Forum Berlin 2008 in seiner Axelhöhle aus, inszenierte eine Explosion im Kunstverein und ließ seine Skulptur “Tramper” (2009) in Litauen als Anhalter zurück. Er hat auch schon einmal einen Sessellift in einem Skigebiet abgehängt und ihn dann am nächsten Tag an einem Hochspannungsmast installiert – an der deutsch-französischen Grenze. Für sein Projekt “Schmarozer” hat er jetzt direkt in die Straße eingegriffen und eine sichtbare Verbindung zu dem Ausstellungsort geschaffen. “Der Straßenzug wurde von mir über die unendlich erscheinenden Reklametafeln hinweg miteinander vernetzt. An den diversen Leuchtreklametafeln des Straßenzuges wurden Solarmodule direkt darauf montiert. Der somit gewonnene Strom wurde anhand überirdischer Leitungen im Interventionsraum gebündelt. Dort wurde die “gestohlene” Energie 24 Stunden lang, in Form einer minimalen Lichtquelle, sichtbar gemacht”.

Ein paar Beispiele aus meinem neuen Essay für die Zeitschrift ART. Den Text gibt es natürlich auch Online kostenlos zum Lesen – zusammen mit über 40 Bild-Beispielen: “Subversive Kunst ist Revolution auf Samtpfoten: Sie schleicht sich leise aus dem Hinterhalt an, um dann mit List, Leidenschaft und viel Humor die Symbole der Macht zu attackieren. Ein Report über die neue Politkunst jenseits verbrauchter Ideologien.”

One Response to “Vorsicht: Parasiten!”

  1. roub Says:

    der trmper ist eine tolle idee. Schoen wie der unbeteiligte autofahrer auf so unerawartete dennoch ¨technisch¨ einfache weise aingebaut wird.

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