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Romain Gavras: “M.I.A – Born Free”

Pop als politisches Statement: “Das Video von Romain Gavras beginnt mit Polizeigewalt und ist einigermaßen unangenehm anzuschauen, danach kommt ein Aha-Effekt und es wird klar: Es geht um Rassismus und staatliche Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen”, schrieb Nerdcore schon vor ein paar Tagen. “Großartiges Video, provokant, aber eben nicht um der Provokation, sondern um des Themas Willen. Die gezeigte Gewalt ist kein Selbstzweck und wer sie nicht ertragen kann, sollte wissen: This shit happens. Genau jetzt. Nur in echt, irgendwo. Das kann und muss Kultur umsetzen, auch und gerne sehr explizit und deutlich.” Jetzt ist das Thema in den Feuilletons gelandet. Die Süddeutsche Zeitung hat heute dazu, unter dem Titel “Akt der Befreiung/Auf Provokation folgt Zensur“, einen großen Beitrag gebracht: “Es ist ein geschickter Schachzug, einen Medienmonopolisten wie das Videoportal YouTube zu einem symbolträchtigen Akt der Zensur zu zwingen. Gerade jetzt, da die Zensur im Netz ein Thema ist. (…) Wenn nun ein amerikanischer Monopolist den politischen Kunstfilm des Sohnes eines Regisseurs zensiert, der gerade in Hollywood als einer der profiliertesten Köpfe gilt, dann ist dieser Akt der Zensur mit Pop-Referenzen befrachtet, die auch diejenigen verstehen, die dem Pop seine politische Kraft längst abgesprochen haben.”

Comments

3 Comments so far. Leave a comment below.
  1. Es ist ja nicht so, dass YouTube das Video entfernt hätte. Es ist lediglich durch Anmeldung quasi ein Altersnachweis zu erbringen – was ich bei diesem Video auch nachvollziehen kann. Ist bei Collateral Murder genauso gelöst.

  2. Ar,

    Allerdings ist bemerkenswert, wie viel Marketing-Power in dem Video steckt. Meiner Meinung nach noch viel mehr Marketing als Faschismus-Kritik.

    http://rockt.tv/spotlight/die-asthetik-der-gewalt/

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