Publikat: Backflashes, Mural Art Vol.2, Erosie
Oktober 15th, 2009














Im November erscheinen im Publikat Verlag gleich drei neue Bücher zum Thema Street Art. Ein neuer Bildband von Ruedione “Backflashes – graffiti tales” (220 Seiten, 34,90 Euro; Amazon-Partnerlink), wobei die “Märchen” sich eher in der Fantasie des Lesers abspielen müssen. Denn Text gibt es fast keinen (außer einigen, kurzen Statements von Writern wie DAZE, JEPSY, DARE, ANGER), dafür aber über 200 Seiten voller körniger Schwarzweiß-Fotografie: Vermummte Gestalten auf Bahngleisen, Momentaufnahmen von nächtlichen Abenteuern, manchmal verwackelt, manchmal erkennt man nur Konturen. Als Motive immer wieder: Züge, Gleise, Dosen, Masken. Alles ein wenig eintönig, aber trotzdem extrem stimmungsvoll. Die Bilder vermitteln gut den Reiz und Kitzel nächtlicher Bombings. Für Fans ein Muss – und Skeptiker der Szene bekommen hier ästhetische Einblicke in ein Paralleluniversum.
Dann: “Mural Art Vol.2 – murals on huge public surfaces around the world” (272 Seiten, 34,90 Euro) zusammengestellt von Kiriakos Iosifidis, Herausgeber des griechischen Graffiti-Magazins “Carpe Diem”, präsentiert eindrucksvolle und monumentale Wandgemälde aus aller Welt – von insgesamt 120 Künstlern, u.a. ALBUS CAVUS, CHARLES JOHNSTON, CLAUDIO ETHOS, CONOR HARRINGTON, GERT NEUHAUS, HOW&NOSM, INTI, LOKISS, werden rund 1000 Werke präsentiert. Ich bin ja mehr der Postgraffiti-Typ, deshalb langweilen diese Wand-”Klassiker” mich eher. Das Meiste ist dann leider doch nur “Dekoration” im öffentlichen Raum.
Mein Favorit ist der neue Band der Reihe “part of rebellion”. Aber das liegt auch daran, dass ich Erosie schon so lange kenne – und mich riesig gefreut habe, ihn hier wiederzusehen. Erosie nutzt sämtliche verfügbare Medien – Sticker, Poster, Platten, Shirts, Wände – für seine farbenfrohen Illustrationen und wunderbaren Typo-Gags. “EROSIE – part of rebellion #3” (128 Seiten, 14,90 Euro) präsentiert, mit kurzen Anekdoten garniert, einen schönen Querschnitt aus dem kreativen Schaffen des niederländischen Künstlers. Props nach Eindhoven!
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