


Sitzgelegenheiten gibt´s genug, ja auch Tische, und sogar Teller und Besteck. Betten, Stereoanlagen, Bücher, Teppiche, Blumen, Kerzen – alles ist bei Ikea im Überfluss vorhanden. Genug Gründe um sich wohl und richtig zuhause zu fühlen. Also: Schaust Du noch oder feierst Du schon? Rob Cockerham hatte den wunderbaren Gedanken: Warum nicht alle Freunde einfach gleich zu Ikea einladen und dort eine “Fancy Dress Dinner Party” feiern. “Oh! Those IKEA room displays! Entire rooms full of furniture, lighting, rugs and notions. Any one of those rooms would be a great place to sit and entertain friends. They look so comfortable and inviting! It was an invitation that Jason Adair couldn’t pass up. He decided to have a Fancy Dress Party at IKEA. Before the pary, he invited me along to a mission-planning / brainstorming session. We scoped out which rooms would work best for a large gathering, checked the location of employee kiosks and established the availability of electrical outlets.” Vgl. auch “Deconstructing Ikea” und “Parasitäre Publikationen“. Via: Urban Prankster



Comments
Passend dazu vielleicht, Deconstruction of IKEA-Ads
http://elasticosmos.wordpress.com/2008/04/24/calle-13/
wie geil
haha nicht schlecht
wie lange hat die party denn gedauert?
Hallo allesamt! Ich bin durch die NEON auf euch aufmerksam geworden und muss euch ein riesen Kompliment aussprechen: Ein super Blog ist das hier. Einfach irre! Ich les hier wahnsinnig gerne!
Weiter so und alles liebe für die Zukunft!
Die Claudia
Guten Tag,
solche vergleichbaren Aktionen, hat es in der Vergangenheit schon des öfteren gegeben, nur wurden diese von sich vermeintlich kreativen interventionistischen Aktivisten durchgeführt, um auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Selbst bei ihnen hat sich Ikea als äusserst kooperativ gezeigt und jeweils erst zu Ladenschluss die Leute aufgefordert die Filialen zu verlassen. Aus profitorientierter Sicht ist das durchaus nachzuvollziehen, da Ikea sich ihres breiten und tiefen Monopols durchaus bewusst ist, und eben auch Rebellen ansprechen will, die zwar am liebsten alles fair produziert hätten, nur im Endeffekt zum erschreckenden Grossteil doch auch bei Ikea einkaufen. Auch ich tue das manchmal, da ich Konsumverzicht oder Verlagerung nicht unbedingt als die wirkungsvollste Kapitalismuskritik ansehe.
Kapitalismus ist überall und jeden Tag!
In diesem Sinne kann Ikea es doch nur gelegen sein, wenn die Möbel durch junge Menschen bespielt werden; Werbung und ein positives Image für umsonst.
Diese Kunstaktion ist nichts weiter als ein sehr typisches Exempel für die Unrelevanz, zeitgenössischer, unreflektierter, verkürzt gedachter… Experimente mit »Kunst im öffentlichen Raum«. In einigen Jahren wird sich keiner mehr daran erinnern wollen, warum auch? -es lohnt sich nicht! – Es lohnt sich nach wie vor von den Schriften, Aktionen und (ja auch) Werken von gebildeteren Gruppen, wie DADA, Proletkult in der Sovietunion oder den Situationisten in Europa zu zehren. An deren Relevanz für einen ernsthaften »rebellischen« Kunstbegriff wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, solange die zeitgenössischen »Rebellen« sich nicht ändern.
Vielleicht würden diese, durch ihre Szene sich selbstbestätigenden »Künstler« es schaffen zu mehr Relevanz und Kritik zu kommen, wenn Ihnen Ihre Stipendien gestrichen werden würden. Dann stünden Sie vor der Frage, sich entweder von Ikea für Ihre Aktion bezahlen zu lassen (das liegt am nächsten), oder doch einfach eine Aktion zu machen, bei der die Besitzverhältnisse ein wenig geändert werden, ohne dass dafür bezahlt wird. Die freundliche Ikea-Corperate-Identity besteht im übrigen auch dadrin kaum Ladendedektive oder Security einzustellen. Das Ladendiebstahl sich lohnt, steht ausser Frage, nur ob es den Denkmantel einer gut organisierten Kunstspektakels braucht, vermag ich nicht einzuschätzen.
Was hier stattgefunden hat, ist meines Erachtens nach, nichts weiter als ein überästhetisierter Lausbubenstreich, der nichts mit Rebellentum, sondern viel mehr, eigentlich fast ausschliesslich mit Angepasstheit zu tun hat.
»Mein trauriges Herz sabbert auf dem Heck«
Ist die geneigte Leserin nun meinem Argumentationsmuster gefolgt, kann sie meine Trauer verstehen, dass es solche Aktionen überhaupt
wert sind im Kunstkontext, noch dazu auf einer Seite Namens rebelart,
erwähnt zu werden.
In diesem Sinne
Künstler erklärt euch solidarisch mit der Kunst!
Dennoch, von Herzen einen Guten Tag!
Glück Auf!
jeder so wie er will und kann am kapitalismus kommt eh so gut wie keiner dran vorbei
Eine lustige Sache die ich da lese und sehe, weiter so!