Neues Projekt von Pippifrank: “Diese Fotoserie entstand in Sofia, Bulgarien. An den meisten Gebäuden sind Klimaanlagen angebracht. Das Kondenzwasser dieser Anlagen läuft über Schläuche oder kleine Rohre auf die Straße. Es bilden sich Pfützen, welche die Assoziation an Urin wecken. Über diesen ambivalenten Pfützen posierte ich, in der Haltung einer Frau die in der Öffentlichkeit pinkelt.” Via: Mail, danke!


Ab dem 4. September in Berlin: “Die Illusion der Rebellion: Die sechste Einzelausstellung der Reihe „Super Reactive Subjects“ im Senatsreservenspeicher hinterfragt mit den Arbeiten von Nasan Tur die (Un)möglichkeiten subversiven Handelns. Zwischen Revolutionsästhetik, -romantik und -praxis sucht der international renommierte Künstler die unscharfe Grenze zwischen Realität und Schein der Rebellion: Durch kleinste Eingriffe beispielsweise in den Kontext revolutionärer Praktiken, werden deren Brüche und Zwiespalte sichtbar. Im Zentrum der Ausstellung steht eine eigens geschaffene, ortspezifische Videoinstallation. Sie lässt die Besucher den existentiellen Charakter eines subversiven Vorhabens erahnen, dessen Ziel jedoch im Dunklen bleibt. Die Illusion der Rebellion zeigt sich gerade in dieser endlosen Vorbereitung, in dem andauernden Aufbruch zur Revolution mit ungewissem Ziel und Ausgang. Zusätzlich wird, wie in vielen anderen Arbeiten des Künstlers, ein Bezug zum öffentlichen Stadtraum hergestellt. Im Licht der Rebellion verschmelzen Kunst- und Realraum.” (Pressetext) Danach folgen Ausstellungen mit Blu, Uros Djurovic und Yukihiro Taguchie (ab dem 1. Oktober) und Adams/Itso & Matthias Wermke/Mischa Leinkauf (ab 16. Oktober). Via: Mail, danke!

Update: Brad Downey

August 23rd, 2010

Neue Arbeit von Brad Downey für die Ausstellung “Hacking The City” (Museum Folkwang) in Essen. Via: Mail, thx!

Watchlist: Dave Sherry

August 23rd, 2010


“Living the dream after death”, Performance, 2010, Bremen


“Lamp Performance”, 2008, Bamberg


“Painted hair performance”, Basel, 2009


“Drinking on one side”, 2008, Edinburgh


“Running for the tram. One day performance”, de Apple Amsterdam 2010

Performances von Dave Sherry: “He is not an actor but an artist and this is the kind of thing he does. Previous “performances” involved him carrying a bucket of water about for a week, avoiding all physical contact for a month (not one of his girlfriend’s favourites), hanging around in shops until he got thrown out, avoiding eye contact for a week, employing someone to brush his teeth for five minutes a day, applying for as many inappropriate jobs as he could and walking around with balsa wood planks attached to his feet. He’s attracted attention for these and other such interventions that subtly disturb the rhythms of everyday life, but it’s not all he does. The free-thinking graduate of Glasgow School of Art also draws and makes videos and is working towards his next gallery-based exhibition in February in San Francisco.” (*) Via

Shit, er hat es nicht geschafft! Heute ist Christoph Schlingensief an seinem Lungenkrebs gestorben – mit nur 49 Jahren. Eines der letzten Interviews hat Max Dax (Spex) geführt. “Mit Christophs Bekanntschaft verbinde ich unbedingten Mut. Mut zum Gegenwind, Mut zum Verkannt-werden, Mut zum Alleiniger-Rufer-in-der-Wüste-Sein. Christoph Schlingensief hat dem deutschen Film und der Filmförderung den Zerrspiegel vorgehalten, und er hat das Theater und die Oper revolutioniert. Die Geschwindigkeit seiner Gedanken ist legendär, um seinen Assoziationsprüngen folgen zu können, bedurfte es Intuition.” Ich hätte Schlingensief vor ein paar Monaten fast einmal getroffen. Ich hatte einen Termin, war schon im Zug nach Braunschweig (dort wurde er gerade zum Professor der Hochschule für Bildende Künste ernannt), dann kam der Anruf – und das Interview wurde doch noch krankheitsbedingt abgesagt. Ich hätte ihn gerne einmal getroffen. Und ihm vielleicht gesagt, wie wichtig er für mich war. Einer der wenigen, die ich Vorbilder nennen würde. Als ich aufwuchs, waren seine Aktionen stets präsent und ansteckend: ob sein Container “Ausländer raus”, seine Hamlet-Inszenierung mit Nazis oder seine Filme wie “Das Deutsche Kettensägenmassaker” und “100 Jahre Adolf Hitler“. Danke, Christoph Schlingensief, Du hast Dich abgerackert für die Kunst, für das Theater, für Deutschland. Du wirst uns fehlen!

Nach jahrelangem Bronco-Bashing schlägt Heidi Klum jetzt zurück! Und Bronco war’s wirklich nicht. O-Ton: “Wow, voll lieb irgendwie!” Übrigens: Der Countdown läuft – am Sa, 18. September, wird sein Musical “Street Art” in Hamburg uraufgeführt! Via

Noch nicht gelesen, aber sofort bestellt: A Neoist Research Project – und es sieht so aus, als würde Florian Cramer hinter diesem ersten umfassenden Sammelband zum Neoismus, “an international collective network of mostly anonymous and pseudonymous subcultural actionists and speculative experimenters” stecken. Der Inhalt klingt vielversprechend – und sobald ich es gelesen habe, gibt’s noch einmal ein Update: “It collects more than one hundred Neoist texts and two hundred images, documenting – among others – Neoist interventions, the Neoist Apartment Festivals, definitions and pamphlets of Neoism and affiliated currents, language and identity experiments and Neoist concepts and memes such asthe shared identity Monty Cantsin. Here’s a fistful of titles from the content: ‘What is an uh, uh, Apartment Festival??????’, ‘Blo-Dart Acupuncture &/or Ear-Piercing’, ‘Impractical Seriousness’, ‘Krononautic Divector Field Didaction’, ‘Chronicle of the Neoast Observer at the So-Called Millionth Apartment Festival’, ‘3 part action’, ‘Neoist haircut’, ‘non-participation’, ‘Philosopher’s Union soapbox stand’, ‘anything is anything’, ‘language constructions’, ‘Dyslexia’, ‘Continuity Poem (cinematic version)’, ‘A note from the editors of SMILE’, ‘Street performance actions against false infinity ‘, ‘Neoist Parking Meter Action: Pay Me to Go Away’, ‘Neoism 101: Thought Projection’, ‘Our Tactics against Stockhausen’, ‘Seven Scripts for One Week of Neoist Activity’.” Via

Backjumps ist back! Und diesmal gibt es eine Junior-Issue – für “Kinder und Noch-Kinder”. Mit dabei sind: Ash, Martha Cooper, Dave the Chimp, Delta, JonOne, Mode2, Pips Lab, Poet & Aski, Skii. Vernissage: 27. August (16 Uhr), bis 26. September im Kunstraum Bethanien. Schöne Idee, Adrian!

Watchlist: Jamie Isenstein

August 21st, 2010

Pop-Up-Performances: Die Künstlerin Jamie Isenstein (lebt und arbeitet in New York) verschmilzt völlig mit ihren Objekten – und wenn sie gerade mal nicht anwesend ist, dann hängt ein “Will Return”-Schildchen an ihrem Platz…

Update: Elfo

August 21st, 2010

Elfos Kuh-Crossing