
Sex und Kunst haben fast alles gemeinsam. Sex und Kunst sind ein kleiner, entgrenzender Tod. Eine ekstatische Erfahrung. Und Porn ist schon lange chic: Von Oswalt Kolles Schulmädchenreport bis zu Russ Meyers Supervixens, von Eve Enslers Vagina Monologen bis zu Terry Richardson Sisley-Kampagnen, von der homosexuellen Ästhetik eines Wolfgang Tillmans bis zu Bildern von Helmut-„Ich bin Feminist“-Newton. Und die nächste Porn-Generation aus Frankreich, „la nouvelle porn vague“, hat Deutschland schon seit einiger Zeit erobert: Romance X, Baise Moi!, Das sexuelle Leben der Catherine M. oder die Romane von Michel Houellebecq. Tschurimuri, Miss Brown, Puderdose, Muschi, Pumpelmeise, Gigelwitz, Zwetschke, Knipseldose, Wundertüte, Kiki, Pussy, Ritze, Perle, Plaume, das senkrechte Lächeln und Amor’s Pfeil, Banane, Banjonett, Bohrturm, Dödel, Funkturm, Lanze, Nudel, Lümmel, Rammbock, Schnidelwutz, Schwellgewebe, Zipferl bzw. Rute sind deshalb die wohl beliebtesten Themen der Kunstwelt.
“I won’t fuck with you tonight!”, lautet so auch die neue Ausstellung von Boris Hoppek, zu sehen vom 31. März bis zum 25.Mai in der Galerie Heliumcowboy, Hamburg. Seine Videos, Gemälde, Fotografien und Installationen werden sich um Themen wie “Latexpussy” und “Boxen” drehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in Form eines Sexheftchens: “LaVagina”. Wir kommen! Mehr? We are Porn, konkursbuch, porn in art museum!


