


Paradise is here 2 | 2006/2007 | SCHAURAUSCH, Linz
“Der einfachste surrealistische Akt ist, auf die Strasse zu gehen und irgendjemand niederzuschiessen”, schrieb André Breton. Es gehe, meinte 1971 der Theoretiker W.F. Haug, viel einfacher: “Der einfachste surrealistische Akt ist es, in ein Geschäft zu gehen und zu kaufen, was man nicht brauchen kann.” Hilde Kentane kombiniert ein aus der Warenwelt übernommenes Sprach- und Figurenarsenal mit surrealistischer Direktheit. Hier kommt nicht der “Konsumterror” an den Pranger, sondern die Manipulation der Konsumenten mit sprachlichen Mitteln. Wenn Hilde Kentane aus Plastiksackerln, die sie liebevoll “synthetisches Elfenbein” nennt, grosse Wolkengebilde unter das Dasch der “Passage” hängt, ist das ein doppeltes Spiel: mit Kultur und Natur, aber auch mit Warenästhetik und Gefühlen.” (*) Via: Frizzifrizzi



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