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Gregor Schneider & der Tod

Nur zwecks Vollständigkeit & falls es irgendjemand noch nicht mitbekommen hat & weil es ja auf jeden Fall in unser Ressort “Skandal & Provokation” fällt: Gregor Schneider “will den intimen Moment des Todes öffentlich machen. Er plant, im Rahmen einer Ausstellung das Sterben eines Todkranken zu zeigen – oder einen frisch Verstorbenen zu präsentieren. Damit wolle er “die Schönheit des Todes zeigen”, sagt Schneider. Nach eigener Aussage steht er bereits im Kontakt mit einem Kunstsammler, der sich für das Projekt zur Verfügung stellen möchte.”  (*)

Gute Zusammenfassung übrigens hier: “Kein Jahrhundert kann sich rühmen, ohne Kunstskandale ausgekommen zu sein. Manchmal waren es die religiösen Gefühle, ein anderes Mal die angeblich zu offen zur Schau gestellte Nacktheit, politische Provokation, die künstlerische Innovation oder nur die Erneuerung des Althergebrachten. Doch im 20. und 21. Jahrhundert scheint die Lust an der Erregung über Kunst besonders groß. Oder vielleicht ist es auch nur besonders leicht, einen Skandal zu provozieren. Denn allzu gern wird über nackte Frauen am Kreuz gezetert, über einen erigierten Penis oder Bilder auf dem Kopf, wie sie Georg Baselitz bekannt machten, über eingelegte Haie, deformierte Körper, pornografische Darstellungen. Selbst so banale, peinliche Provokationen wie Marienbilder, die mit Elefantendung garniert werden oder von Hubschraubern abgeworfene Kühe, haben immenses Diskussionspotenzial, obwohl man über sie lieber den Mantel des schnellen Vergessens breiten sollte. Doch eigentlich kann sich jeder Künstler glücklich schätzen, in den Kreis der Skandalkünstler aufgenommen zu werden. Er befindet sich in bester Gesellschaft: Monet und Manet, Munch und Picasso, Max Ernst und Joseph Beuys, Hans Haacke und Maurizio Cattelan gehören dazu.” (*)

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