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Month Dezember 2009

Watchlist: Benoit ATL

Laut, bunt, schräg – so sieht die Pop-Art im 21. Jahrhundert aus: Benoit ATL. “Benoit ATL is one of those artists we’re proud to know. Painter and lover of modern art he places anachronysm in most of his paintings, playing between ancien art and cartoon art he’s not afraid of putting a Mario or a Yoda in a Yalta remake painting, or drawing a gay Che Guevara.” Via/Via

Improv Everywhere: Guerrilla Handbell Strikeforce

Kling, Glöckchen, kling: Support für die Heilsarmee – die Weihnachtsaktion von Improv Everywhere: “For our latest mission, a 13-member handbell choir provided some unexpected accompaniment for a Salvation Army bell ringer on Lexington Avenue in Manhattan. Enjoy the video first and then go behind the scenes with our report below.” Via

Broncos Street-Art-Praktikantin

Aus Spaß wurde Ernst – und Ernst heißt jetzt Christine Schäfer: Christine ist die wahrscheinlich erste Street-Art-Praktikantin Deutschlands, die erste Mitarbeiterin der Bronco-Fabrik – und der UniSPIEGEL hat Christine zum Praktikumsbericht geben: “Seit September ist die 24-jährige Fotografin Praktikantin bei Bronco. Bisher half sie bei der Vorbereitung von Ausstellungen und öffentlichen Aktionen. Sie vertrat ihn bei einer Podiumsdiskussion zu Streetart, weil der Künstler nicht gern in der Öffentlichkeit auftritt. Momentan bastelt sie an großen Buchstabenschablonen für Broncos Sprüche.” Via

Medienhack: DPA fällt auf falsche Pressemeldung herein

Die Presseagentur DPA hat heute unter dem Titel “Stiftung will Einfluss von Vertriebenen schmälern” über Pläne der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (gut gefälschte Webseite) berichtet, den Stiftungsrat um drei Personen mit aktuellem Flüchtlingshintergrund zu erweitern. Die zugrundeliegende Pressemitteilung ist allerdings nicht echt, sondern wurde von den Aktionskünstlern des Zentrums für politische Schönheit ausgesandt. Mehr dazu hier, hier und hier.

Und Metronaut hat dazu gerade ein Interview mit “Dr. Robert Steinhäuser” veröffentlicht: “Wir versuchen, die Stiftung in die Gegenwart zurückzukatapultieren. Hier wird gerade die Chance verpasst, an die Verfolgungen im Stalinismus, an die systematischen Vertreibungen in Bosnien-Herzegowina, Ruanda, Kosovo, Darfur und an die Millionen Flüchtlinge zu erinnern, die bis heute unter Vertreibung leiden. Wenn wir aus der Geschichte etwas lernen wollen, dann, dass Flucht und Vertreibung nicht nach Nationalitäten geordnete Anteilnahme und Aufarbeitung erfahren darf. Um Erinnerung wachzuhalten, muss die Gegenwart Platz in dieser Stiftung haben. Wir erinnern nur an den Eingriff seitens des Kulturstaatsministers Bernd Neumann in eine laufende Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, wo die aktuelle Lage der heutigen Flüchtlinge nicht einmal mehr Erwähnung finden durfte. Aus dem Umfeld der Stiftung wissen wir, dass der Grund für den Eingriff eng mit der Stiftung selbst zusammenhing. Neumann sitzt nicht zufällig im Stiftungsrat.” Mehr hier, via: Mail, danke John F. Nebel!
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Neue Galerie/Bar/Labor in Berlin: systM

Berlin hat eine neue Galerie/Bar: systM in der Torstraße 68 – sieht extrem sympathisch aus! Der erste künstlerische Beitrag stammt von Robert Schwartz (Via Grafik), der mit “Frameshift” eine raumbezogene Installation zeigt (bis 16. Januar). “systM ist eine Galerie für gestalterische Disziplinen. Kein klassischer Ausstellungsort, sondern ein Kunst- und Designort im weitesten Sinne. Das Spektrum reicht dabei von Urban und Fine Art über Grafik, Illustration und Character Design bis zu Fashion, Product und Interior Design und weit darüber hinaus. systM versteht sich in erster Linie als Labor für junge Kunst- und Designprojekte. In diesem Sinne erforscht systM aber nicht nur aktuelle Trends und Tendenzen, sondern vor allem auch neue Raumgestaltungs- und Präsentationsmöglichkeiten.” Via: Mail

Performance-Hotel in Stuttgart

Stuttgart hat ein Performance-Hotel: Wer eine Performance zeigt, darf dort gratis übernachten. “Früher hat Byung Chul Kim gemalt, seit einem halben Jahr heißt sein Werk „Performance Hotel“. Kim kauft ein, wäscht Wäsche, putzt das Bad, macht Kaffee und Marmeladenbrote. Und er dokumentiert, was seine Gäste für ein Dach überm Kopf so alles tun. Ein paar Jungs aus Hamburg gaben ein Rap-Konzert auf dem Gehweg. Zwei Ghanaer haben Percussion gespielt. Eine Gruppe junger Leute hat schlicht eine Grillparty geschmissen. „Das war eine schöne Performance“, sagt Kim.” (*) Via: Mail, danke Stephanie!

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Eigentlich hab ich’s ja nicht so mit Produktbotschaften, aber drei Ausnahmen müssen jetzt mal sein, weil’s auch so schöne Liebhaberprojekte sind – mit ganz viel Herzblut und Leidenschaft gemacht… Und vielleicht sucht ja einer von Euch wirklich noch ein passendes Weihnachtsgeschenk:


Der wie immer wunderschöne “Küssen”-Kalender 2010 – den von 15 Künstlern (Various & Gould, Danny Gretscher, Boxi, Ladron, Tina Worm, Thorsten Probst, Nepomuk, Frédéric Guille, Off, Tiziana Jill Beck & Léo Favier, Beat Gipp, Helene Hurt, Micha Hirt) handgedruckte und auf 293 Stück limitierte Kalender gibt es für 50 Euro hier (offline) oder hier (online). Mehr Bilder von Just hier.


Prinz Apfel 2010 – der illustrierte Taschenkalender: “In liebevoller Handarbeit zeigt sich der individuell illustrierte Kalender in seiner ganzen Pracht. Garantierte Stimulation der Synapsen für 365 Tage im Jahr! Im Prinz Apfel 2010 stecken 53 noch nie dagewesene Unikate. Ein Augenschmaus.” Für 15 Euro hier.


Zwillingsspiel – das Street-Art-Memory aus Hamburg: “Das Erinnerungsspiel für Streetart-Begeisterte geht in die zweite Runde. Unter dem Motto “schwarz-weiss” wurden im vergangenen Jahr wieder die schönsten Motive aus Hamburgs Strassen fotografiert und die Besten davon für die Sonderedition des Streetart Hamburg Zwillingsspiels ausgewählt – wie immer mit Zustimmung aller bekannten beteilligten Künstler. Es finden sich bekannte Namen darunter wie die Hamburger Malerin Moki oder die allgegenwärtigen Los Piratos, aber auch eine Reihe unbekannter oder anonym erstellter Werke sind zu bewundern. Zwanzig Motive, entdeckt an Wänden vom Kiez bis Eimsbüttel, von Altona bis Hammerbrook. Ein Muss für alle, die nichts von der kurzlebigen Strassenkunst vergessen wollen.” Für 15 Euro hier.

Mr Talion , Epoxy , Baveux and Kone: “Doom”, 2009

Doom-Adbusting in Berlin: Mr Talion, Epoxy, Baveux and Kone: “Tribute to id Software 1993 (“Doom”)“, 2009. Via

Und sonst so? : 5. 12. 09

* Das neue Projekt von Cabracega: Der “You Are Here”-Regenschirm. “Within the contemporary context of information and surveillance, you may be spotted occasionally, and so we’ve transformed an umbrella into a geographical/spatial symbol.”

* Crazy Kunstwelt I: Das Outing – Sylvester Stallone ist eigentlich gar kein Schauspieler – sondern ein Maler!

* Crazy Kunstwelt II: Shaquille O’Neal wird Kurator. Thema der Ausstellung: “Size does matter”.

* Book-Release: Eva und Franco Mattes aka 0100101110101101.org haben ein Buch mit gesammelten Werken herausgebracht: “Featuring previously unseen works, this book is the first official monograph on the artists-provocateurs Eva and Franco Mattes aka 0100101110101101.ORG. Over the last ten years, the Mattes have manipulated video games, Internet technologies, feature films and street advertising to reveal truths concealed by contemporary society. They have created media facades believable enough to elicit embarrassing reactions from governments, the public and the art world, and they have orchestrated several unpredictable mass performances, staged outside art spaces and involved unwitting audiences in scenarios that mingle truth and falsehood to the point of being indistinguishable.”

* Virtuelles Sterben mit Stil: “This is the end. My only friend, the end.” (Jim Morrison) – Seppukoo von Les Liens Invisibles: “Suicide is a free choice and a kind of self-assertiveness. Unfortunately, Facebook doesn’t give to its users this faculty at all, and your account will be only deactivated. This means that any information regarding you and your friends, will be strictly preserved by facebook authorities in order to keep your virtual life alive for the eternity. That’s why you won’t need any superpower to come back to your virtual life after death: just a simple login, and your life will be completely restore back.” Via: Mail

* Put the fun between your legs: The Bike Bloc. Via: Mail

* Nice to have: Fassadendrucker – Drucken in architektonischen Maßstäben. Via

* Schwanz-Streit in Berlin: Ein besonderer Phall von Kunst am Bau. Via: Mail, danke Toljok!

* “Ich hatte Dir im September Infos über CARILLON gesendet und heute sende ich Dir LICHTRAUM – wieder mal so ne Holzbox aber dieses mal nicht mit Sound sondern eben visuell. Es ist im Prinzip ein kleiner Schaukasten mit Lupe in dem ein modifiziertes Dia (ca. 45 mm X 45 mm) steckt, es ist von hinten mit LEDs beleuchtet. Ich habe es in Berlin-Kreuzberg am Ufer des Landwehrkanals installiert, und das Ding leuchtete auch 7 Tage und Nächte, aber leider hatte jemand entschieden das er die Kiste ganz für sich alleine benötigt – schade irgendwie!” Via: Mail, danke Sweza!

Ripo: “10 days”, 2009

Ripo hat Medienschlagzeilen “untersucht” und gemalt: “10 Days is a study of news headlines taken from the BBC News Online between May 6-15th, 2009.” Mehr dazu auch hier: Betonblumen und die Dokumentation hier. Via: Mail, danke Stefan!