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Month Juni 2009

Gregor Maria Schubert & Ralf Barthelmes: “empty space / Frankfurt”

“Ralf Barthelmes und ich haben es nicht länger ertragen, was hier in Frankfurt so alles leersteht – und ein Fotoprojekt daraus gemacht”, schreibt mir Gregor Maria Schubert. “Der Titel der Ausstellung ist wörtlich zu nehmen: Auf 32 Fotografien zeigt empty space leerstehende Gebäude in Frankfurt. So simpel das Konzept, so vielfältig zugänglich zeigen sich die ausgewählten Objekte. Fast dokumentarisch anmutend offenbaren sie unbemerkte Realitäten des Stadtbildes: Bauten unterschiedlichster Art, die man alltäglich passiert, ohne sie zu bemerken – pompös oder unscheinbar, öffentlich und privat, überpräsent oder verborgen. Die ambivalente Bedeutung leerstehender Häuser in einer Stadt mit notorischem Raummangel wird erkennbar in der Vielfalt des gezeigten Spektrums. empty space lädt ein auf einen Stadtspaziergang der besonderen Art, während dem der leere Raum ein Anhalten, Verweilen und Sich-Wundern ermöglicht, wie es sonst in Frankfurt nicht so leicht zu finden ist.” Via: Mail, danke Gregor!

Fake-Soap: “Art City / Hamburg Scene”

Die erste Folge der Hamburger Kunst-Soap “Art City / Hamburg Scene“: “Die Konzeptkünstlerin Elisabeth Esla- Kroppheim weiß, was sie will und das setzt sie auch durch. Das engagierte Schanzengirl zeigt mit ihrer toughen Art der Kunstwelt, wo es lang geht.” Um was geht es? “Art City / Hamburg – das ist die Anlaufstelle für junge Kunst des 21. Jahrhunderts. Hier werden umfassende Einblicke in die German Art Scene geboten und spannende Wechselwirkungen zwischen Kunst und Künstler offengelegt. Wir konnten drei junge Hamburger gewinnen, deren künstlerische Positionen nicht unterschiedlicher sein könnten: die Konzeptkünstlerin Elisabeth Kroppheim, der Mixed-Media-Artist Christian D. Pfeiffer und der Malereistudent Julian Wilhelmi. Alle drei studieren an einer der international renommiertesten Kunstakademien Deutschlands: der HFBK Hamburg. Die drei young artists werden von unserem Kamerateam bei ihren ersten Schritten auf dem Weg zum künstlerischen Erfolg begleitet.” Hinter der Serie stecken wirklich drei HFBK-Studenten (Moritz Herda, Inge Förtsch, Gunnar Saecker), aber natürlich ist die Serie eine Parodie auf die alltäglichen Irrungen und Verwirrungen an einer Kunsthochschule. Verdammt gut gemacht und verdammt komisch!

Banksy versus Bristol Museum

“Fast eine feindliche Übernahme: Erst 36 Stunden vor Eröffnung erfuhr das Personal des Bristol Museums, dass eine große Banksy-Ausstellung stattfindet. Doch funktioniert seine anarchische Straßenkunst auch in so bürgerlichem Rahmen?”, fragt SPON. Noch ein Video der BBC hier. “A burned-out ice-cream van is among 100 works Banksy has installed at Bristol’s museum, replacing many of the museum’s regular artefacts. The reason the museum was closed was kept secret from top council officials. Banksy said: “This is the first show I’ve ever done where taxpayers’ money is being used to hang my pictures up rather than scrape them off.” Staged in the council-owned City Museum and Art Gallery, Banksy v Bristol Museum features animatronics, installations and a sensory display. “This show is my vision of the future, to which many people will say: “You should have gone to Specsavers”, Banksy added. The exhibition and its location have been a closely-guarded secret since October, with just a couple of museum officials in the loop. “I think we may have dragged them down to our level rather than being elevated to theirs,” said Banksy of the subterfuge involved in staging the show in his home city.” (*) Die Ausstellung läuft vom 13. Juni bis 31. August im Bristol Museum.
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Glue Society: “It wasn’t meant to end like this”

Jonathan Kneebone von der Glue Society hat beim “Sculpture by the Sea“-Festival in Aarhus seinen Bagger-Suizid “It wasn’t meant to end like this” präsentiert. Foto: Nicolai Lorenzen, via.

rebel:art hitmix

Über die großartige Aktion von Justs “Save the mixtapes” hatte ich ja schon gebloggt – jetzt ist auch endlich mein Summermix (natürlich eine Mischung aus Balkan, Français und Revolution) live. Viel Spaß damit – und natürlich auch mit all den anderen Tapes – von Bronco, Eko, Rik Reinking, Nerdcore, Popnutten-Julia und und und.

Wählt Piraten! / UPDATE

Shlomo Faber hat wieder zugeschlagen: Wählt Piraten!

“Gerade frisch zu den aktuellen Wahlen fertig geworden: Mean Marek und Momo & Peng von der nARTur Kunstgruppe in Osnabrück” Via: Mail, danke!

Morgen ist Europawahl – und es gibt da wohl diesmal nur eine Alternative: Wählt Piraten – für Datenschutz, Privatsphäre und eine freiheitliche Gesellschaft! Leider ist DIE PARTEI ja nicht zugelassen (Video-Trailer hier) bzw. mit dem Feldzug in Liechtenstein beschäftigt. Und die Front Deutscher Äpfel gibt es leider auch noch nicht als “richtige” Partei. Achja: Zum Wahlabend gibt es übrigens mit/von ARTE und Spreeblick hier ein Streaming!

UPDATE: 8.6.09: Geschafft: “Die Piratenpartei zieht ins Europaparlament” – ”Einen Sitzplatz konnte die (schwedische) Piratenpartei bei der Wahl zum Europaparlament ergattern. In Deutschland konnten die Piraten 0,9% der Stimmen holen: Ein Anfang. In Schweden, dem Stammland der Piratenpartei, knackte die Piratpartiet mit ihrem Spitzenkandidaten, dem 54-jährigen Informatiker Christian Engström die 5% Hürde mit einem Ergebnis von 7,1 %. Damit ziehen zum ersten Mal PIRATEN in das Europäische Parlament ein.” Via

Lawrence Yang: Soft Drink, Softer Belly

Pepsi hat ein neues Logo – und das denkt Lawrence Yang darüber. Via: Adbusters

Cream: “Michaelkirchplatz 4/5″

Die aktuelle Installation des Künstlers Cream (in Zusammenarbeit mit urban art info urban art info) an einem leerstehenden Gebäude in Berlin Mitte hat für heftige Reaktionen gesorgt – und wurde bereits nach wenigen Stunden von einem großen Polizeiaufgebot entfernt.

“Das Gebäude am Michaelkirchplatz mit der Hausnummer 4/5 war zu DDR Zeiten ein Kinderhospiz und wurde nach der Wende von der ÖTV (heute Ver.di) als Bürogebäude genutzt. Seit ihrem Umzug in neue Räumlichkeiten im Jahre 1998 steht es leer, gehörte aber bis 2008 dem Ver.di-Immobilienfonds, die es nun verkauft haben will.

Neben zwei großen Eingangshallen, Kellerräumen und Sanitäranlagen besitzt das Gebäude vier Etagen und nahezu 500 Räume, die teilweise des Nachts beleuchtet und während der kalten Jahreszeit auch beheizt werden. Der Ver.di-Immobilienfonds erteilte mehreren Konzepten für eine Zwischennutzung eine Absage, stattdessen wurde das Gebäude zu Spekulationszwecken leer stehen gelassen. Als im Mai 2008 Menschen diesem Missstand ein Ende bereiten wollten und das Gebäude besetzten, wurde es binnen weniger Stunden durch ein großes Polizeiaufgebot geräumt, um dann erneut dem Leerstand überlassen zu werden.

In seinem gleichnamigen Projekt interessiert sich CREAM neben den politischen Aspekten besonders für die eigene Ästhetik des Bauwerks. Dieses hat durch seinen langjährig ungenutzten Zustand die Vergangenheit in sich konserviert. Gleichzeitig verweist der anhaltende Verfallsprozess auf das konsequente Fortschreiten der Zeit, so dass sich hier verschiedene Zeitebenen durchdringen. Ihre Gleichzeitigkeit stellt sich der Vorstellung linearer Progression entgegen.

CREAM verknüpft das eigentliche Gebäude am Michaelkirchplatz mit dem Innenraum der Galerie. Hier öffnet eine schwebende Kopie der Außenfassade des Hauses “Michaelkirchplatz 4/5″ einen künstlichen Raum, in dem die innere Situation des Bauwerks versinnbildlicht wird. Darüber hinaus fungiert die Galerie als Dokumentationsraum für die eigentliche Arbeit auf der Straße.

Am Michaelkirchplatz 4/5 selbst ist eine Installation entstanden, die sich der damals zum Zweck der Anbringung von Fahnen und Transparenten dienlichen Apparaturen an der Fassade bedient und diese gleichzeitig zweckentfremdet. Cream-typische Tape-Band- Arbeiten wurden wie Propagandatafeln in die Halterungen geschoben und mehrere farbige Fahnen über die Stockwerke verteilt. Die Bewegung und Farben der Stoffe, sowie die Nutzung der Apparaturen kontrastieren zu dem grauen und statischen Erscheinungsbild des Gebäudes und werden zu dessen symbolischer Wiederbelebung.

Obwohl CREAM sich der politischen Brisanz um dieses Gebäude bewusst war, hat doch die Heftigkeit der Reaktion überrascht: Am frühen Morgen des 22. Mai – gerade mal ca. 4 Stunden nach Beendigung der Arbeit – wurde die Installation von mehreren Polizeieinheiten in voller Kampfmontur “geräumt”. Die Symbolkraft der Fahnen und Transparente an diesem Haus hat wohl den Anschein geweckt es wieder mit einer Besetzung zu tun zu haben.” Via: Mail, danke Iris!

Und sonst so? : 05. 06. 09

* Tolle Idee: Wohnungen werden zu Ausstellungsräumen – das Projekt Su Casa Es Mi Casa (dt.: Dein Haus ist mein Haus) in Barcelona. Via

* Biennale in Venedig: Liam Gillick und seine Einbauküche für den Deutschen Pavillon. Ein erstes Video hier

* Hocker in Form einer Spraycan-Cap. Via

* Geek Graffiti. Via

* Autsch: Haut-Typo mit Wäscheklammern. Via

* Wikipedia als Buch. Via

* Stillleben mit Waffen. Via

* 20.6 – Tag des offenes Zauns: “Have you ever squatted an airport?”

Neue Arbeiten von Vinchen

Neue Arbeiten von Vinchen. Mehr auch hier. Via