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Month August 2008

Klassiker: Soko Wand und Farbe

Mal wieder ein schöner Klassiker – die Soko Wand und Farbe im Kampf gegen Graffiti. Via

And the winner is…

Der Award für den Award des Jahres geht an: den “Golden Shit Award“. Via

Johannes Kreidler: “Product Placements”

Futter für die Bürokraten: Johannes Kreidler, “Product Placements“, 2008, Musikstück/Aktion, Stereo-Soundfile, Dauer 33 Sekunden. Anmeldung bei der GEMA mit 70200 Formularen für jedes darin verwendete Zitat. Aktion mit Lastwagen, Papierkolonnen, Trägern und Presse am 12. September 2008 um 11 Uhr bei der GEMA Generaldirektion Berlin, Bayreuther Str. 37 (Wittenbergplatz). Oh, ich freue mich schon auf deren Gesichter! Wunderbare Aktion, erinnert mich an die Geschichte des aufgebachten Autofahrers, der seinen Strafzettel mit 12 000 Centstücken bezahlte. Danke, Mirko!

OSA: office for subversive architecture

Point of View“: Illegal angebrachte Aussichtsplattform – “Londoners frustrated by the 3m fence and aggressive security protecting the Olympic Park construction site in east London were given a temporary viewing platform recently by Office for Subversive Architecture.”

“Anwohnerpark”, Köln, 2006: “Unser Projekt Anwohnerparkgreift das bestehende Markierungsornament des Messeparkplatzes auf und führt es auf der angrenzenden Brandwand des benachbarten KunstWerk fort. Mit der ästhetischen Kraft dieser ebenso alltäglichen wie abstrakten Grafik wird nicht nur ein öffentlichkeitswirksames Icon an prominenter Stelle in einen strukturell schwierigen Stadtraum eingebracht, sondern auch ganz nebenbei das Problem der Anwohnerparkmöglichkeiten bei anhaltendem Druck der Messe auf benachbarte Flächen auf einfachste Weise nachhaltig gelöst.”

intact“: Illegale Renovierung einer Blockstelle

Landgewinnung mittels Hantuchreservierung“. Alle Projekte von: OSA – office for subversive architecture. Via

Dockville 08 – ein paar Impressionen

Cuprocking – jetzt auch in Hamburg…

Die Schrottinstallation des Hamburger Kunststudenten Max Frisinger. Die häufigsten Kommentare waren: “So sieht´s bei mir zuhause auch aus” und “Das könnte ich auch”.

Das Hamburger Künstlerduo “Down2Earth” wollte auch lieber ein Haus bauen – zur Eröffnung spielte in der zauberhaften Blockhütte aus Resteholz diese geniale Polka-Band.

Der heimliche Höhepunkt des Festivals: Die Sauna-Installation “Detox I” von Florian Tampe und Christiane Schuller. “Nacktheit an ungewöhnlichen Orten finde ich wahnsinnig spannend”, meinte Christiane – ja, ich auch. Vielen Dank für die warmen Stunden!

Am Anfag war die Idee: Jakobus Siebels mit dem Dockville-Modell aus und auf seinem Hirn…

… sieben Gesellen auf der Walz bauten das Dorf dann nach den Plänen des Hamburger Architekturstudenten Jonathan Gröne…

… und so sah´s danach aus: Chillen & Grillen & Musik & Räume für Kunst. Fazit: Auch wenn das Dockville-Festival in Hamburg immer wieder kritisiert wird, die Leute bemühen sich (Stichwort: Kinderprogramm; Künstler werden eingebunden) und geben 100%, und es hat einfach nen tollen familiären Touch, eine fantastische Kulisse und abseits der Bands am Fließband gab´s auch noch viel zu entdecken (Bsp. Sauna). Also mir hat´s wirklich viel Spaß gemacht!

Filthy Luker: “Bananadrama”

Filthy Luker, “Bananadrama”, 2008. Mehr von Filthy hier, mehr Bananen hier. Via

Lassen Sie mich durch, ich bin DJ!


Learn how to hack at 5min.com

“How To Get Into Any Club”: Wunderbarer Fake – werde ich auf jeden Fall auch einmal ausprobieren: Sonnenbrille, bunte Hipster-Jacke, dicke Kopfhörer und ne Tasche voller Vinyl – und schon gibt´s kostenlosen Eintritt in jeden Club. Via

Bruno Taylor: “Playful Places”

Städte zu Kinderspielplätze: Bruno Taylor, “Playful Places“. “71% of adults used to play on the streets when they were young. 21% of children do so now. Are we designing children and play out of the public realm? This project is a study into different ways of bringing play back into public space. It focuses on ways of incorporating incidental play in the public realm by not so much as having separate play equipment that dictates the users but by using existing furniture and architectural elements that indicate playful behaviour for all. It asks us to question the current framework for public space and whether it is sufficient while also giving permission for young people to play in public. Play as you go.” Via

Interview: The Wa

Schönes Interview von Brad Downey für das Chief Mag mit The Wa: “Some people call my work “urban hacking.” It’s also been called “artivism.” But maybe its just a colorful way to make people think, and for me to react. To be honest with you, I don’t really know! I just always have this sentence pop up in my head from Pierre Bourdieu: “La Démocratie c’est un pouvoir et un contre pouvoir qui s’Équilibrent entre eux.” (“Democracy is the balance between people who have power and those who fight against them.”)  I do not pretend that we are living in a democracy (most of my work is illegal) and I realize that some people might think what I do is wrong. Most people don’t understand why I do what I do. I use the city as a stage where I express my ideas whether they are “right” or “wrong.” Vgl. auch hier, hier. Via

Der Tag, an dem Street Art starb

Foto: Mark Jenkins, “The Last Graffiti Artist”, 2008

Mal wieder ein kleines Blabla von mir zur Lage der Nation: “Brad Pitt sammelt Banksy, bunte Hausfassaden werden auf Ebay versteigert, und der Graffiti-Klau auf deutschen Straßen nimmt zu – ein Abschiedsbrief an die geliebte Ex-Subkultur.” Für den Katalog der Ausstellung “Fundamentalists” geschrieben (dort auf Englisch und Niederländisch erschienen), und bei ART ONLINE auf Deutsch. Bin auf Euer Feedback gespannt…