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Month August 2008

Street Poetry: MRtoll

MRtoll – Poesie, Straße, Quellcode. Tolle Mischung. “New York City based street artist/poet Mr Toll has started a new plaque project. Simply put, it consists of Mr Toll making plastic plaques of “fast food poems”, as he affectionately describes his work. He soon has plans to create more from brass, but “just started with kids stuff for now.” We love that Mr Toll incorporates written creativity into his visual art, forming an arresting combination of bold imagery and poetry so carefully laid out that the average passerby would have to stop to decipher what Mr Toll’s street poems actually say.” Via

Anna Garforth: “Mossenger”

Moos-Graffiti Teil 2: Anna Garforth hat ein Gedicht von Elly Stevens in Moos-Typo getaggt. Auch die anderen Projekte (schöne Öko-Illus und verspieltes Öko-Design) sind sehenswert. Via

Wortspieler: Filippo Minelli

“Nonsense”, wooden fence and fake flowers, Sahara desert, 2008

Contraddictions: “Microsoft”, Paint on barrels, Bamako-Mali, 2008

“Democracy”, paint on boat, Nouadhibou- Mauritania, 2008

“Ctrl+Alt+Delete”, Paint on West Bank wall, Qalandiya chek point-Israel-Palestine, 2007

Neue Arbeiten von Filippo Minelli! “Filippo Minelli is a conceptual-artist with a graffiti-background who dedicated the last 10 years to urban communication, in the direction of the first steps of the international street-art movement, becoming a pioneer for Italy. The beginning of Minelli’s production is almost spontaneous, he is the Steinbech boy who wants to leave a trace of his existence. Not only words, sentences, searched and wanted non-senses, but also drawings, nearly tales. The next steps take him to inusual and provokingly productions, changing the aestethic of conventional graffiti: not anymore a logo or an inscription serially repeated, but site-specific artworks, contextualized with the location.” Via

Hängt ihn höher!

Banksy – wieder on Tour: Gerade noch in New Orleans, und jetzt schon Richtung Süden unterwegs. An einer alten Tankstelle in Birmingham Alabama hat er jetzt den Ku-Klux-Klan gehängt! Via

Jaime Pitarch @ Manifesta7

Jaime Pitarch, “Chernobyl”, 2007 @ Manifesta7, Südtirol (bis 2. November). Manifesta-Videos hier, hier, hier. Via

Datenantifa hackt “Blood & Honour”-Forum

STRIKE! “Nach Angaben der Datenantifa sei es den linksgerichteten Computerhackern “in einer aufwendig vorbereiteten Nacht-und-Nebel-Aktion” und in Zusammenarbeit mit befreundeten Gruppen aus dem In- und Ausland gelungen, sich Zugriff auf den bislang streng abgeschirmten Server des Blood- and-Honour-Netzwerks zu verschaffen, auf den sonst nur Mitglieder mit Passwort Zugriff haben. Zur Veröffentlichung der Daten habe man sich entschlossen, als klar wurde, dass es “Monate dauern würde, diese Datenflut auszuwerten”. Günther Hoffmann vom Zentrum Demokratische Kultur sagte der “Frankfurter Rundschau”, die Tragweite dieses Schlags gegen den militanten Rechtsextremismus sei überhaupt noch nicht absehbar: “Jetzt werden einige Leute im rechtsextremen Umfeld, darunter sicher auch Aktivisten der NPD, sehr nervös werden.” NPD-Aktivisten halten dem Bericht zufolge Kontakte zu Blood and Honour geheim, um die Legalität der Partei nicht zu gefährden.” (*) Alle Daten HIER! Via

Bongout Berlin: Antoine Bernhart

Fratzenmasken, gefesselte Frauen, bizarre Sexszenen: Willkommen in der verstörenden Welt von Antoine Bernhart, geboren 1950 in Strasbourg, und 1968 Mitglied der französischen Neo-Surrealisten “Phases”. Später wurden seine psychedelischen und pornographische Szenen gerne als Plattencover für Psychobilly- und Punkbands wie Meteors, Tall Boys, Sting Rays, Cramps oder Prisoners verwendet. (*) Der Berliner Showroom Bongout entführt die Besucher jetzt in Bernharts “Dunklen Wald” (bis 4. Oktober) – eine groteske Welt aus Macht, Lust und Grausamkeit. Bernhart: “Ich finde es interessant, ich habe kein Gefühl von Schauder oder Ekel dabei. Jemand hat mir mal gesagt, dass ich eine Form von Autismus habe, weil ich einmal, als ich eine frische Leiche auf dem Boden liegen sah, kein Gefühl von Grausamkeit hatte, sondern einfach sehr nahe rangegangen bin, weil ich die Farben so faszinierend fand. Aber es ist auch das gleiche wie mit den düsteren Elementen in den Bildern, es ist ja so, dass ich etwas zum Leben erwecke, aber eben nur auf dem Bild. Wenn es jemanden aufwühlt, umso besser.” (Interview hier). Via: Mail

Werkleitz Festival 2008: Amerika

Daniel Herrmann, “Gartenanlage an der B100″, Halle (Saale)

Das Werkleitz Festival 2008 zum Thema “AMERIKA” findet, unmittelbar vor den US-Präsidentschaftswahlen, vom 24.-26. Oktober in Halle (Saale) statt – es gibt Filmvorführungen, Diskussionen, Workshops u.a. mit Antoni Muntadas / Marshall Reese (“Political Advertisement”), Amie Siegel, Modeaktivistin Stephanie Müller und Bjørn Melhus. “Was assoziieren wir mit Amerika, diesem mythisch aufgeladenem Synonym für die USA? Sind die Vereinigten Staaten nur noch ein kaputtes Symbol des im Untergang befindlichen Westens oder sind sie nach wie vor die Leinwand, auf der sich die Sehnsüchte und Ablehnungen der Welt projizieren? Was für ein Bild haben wir von diesem Land und vor allem: Wie wurde es geprägt?” Und noch etwas: Im Rahmen des European Media Art Network wird 16 europäischen Künstlern (Medienkünstler aus dem Bereich Digitale Medien: Internet und Computerkunst, Film / Video und Sound) die Möglichkeit geboten, mit Hilfe des EMARE-Stipendiums Arbeiten in Bulgarien, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien umzusetzen. Deadline für Bewerbungen: 20. Oktober! Via: Mail

Eat & Art: Kunst im Dönerladen

Elisabeth Lumme, “…so nehmen wir mit Lob und Dank”, Still aus Videoloop

Spannendes Pilotprojekt in Osnabrück: Kunst in Imbissbuden. “Im Zuge der “Wochen der Kulturen – inter.kult 08″, die vom 5. bis 28. September geplant ist, zeigen neun Künstler aus Osnabrück ihre Arbeiten aus Fotografie, Video und Objektkunst in Imbisslokalen im Rosenplatzquartier in der Innenstadt. Die Ausstellung soll am kommenden Freitag (5. September) in einem Döner-Lokal eröffnet werden.” Finde ich gut: Eat & Art. Mehr zum Thema Imbissbuden auch hier.

Zur Erinnerung

Drei Reminder: (1) Via; (2) vergessen Via; (3) Fischli & Weiss, “How to work better”, 1991