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Month November 2007

Maxim Ryazansky: Heil Santa!

“Max is one of those guys who tells you he´s going to go to the Midwest for some sort of KKK Christmas and you think, “OK”. But then he actually comes back and shows you photos of KKK Claus and you think, “Damn. He actually did it”.”

Nen Klick wert: US-Fotograf Maxim Ryazansky und das Interview mit ihm im neuen Chief Mag. Habe dieses wirklich schnicke e-mag gerade erst entdeckt (Danke, John!). Neben  dem Interview mit Ryazansky, diesem fantastischen Dokumentator der skurrilen amerikanischen Realität, gibt es auch noch ein Gespräch mit der Fotografin Jaimie Warren (Ihren crazy shit lieben wir ja wirklich!), verrückten Pornkram, Comics, und Interviews mit Musikern. Überzeugt, wir kommen wieder. Rock on und so. Via: Mail

Päckchen für Kirgistan

“Wie bringt man internationale Kunst in ein Land, das nicht über finanzielle Mittel für die Organisation einer internationalen Ausstellung verfügt? Endloses Suchen nach Sponsoren scheint uns zu langwierig und unrentabel. Daher rufen wir Künstler auf, ihre Kunst als Päckchen oder Brief zu verschicken. Mit dieser Aktion möchten wir Aufmerksamkeit auf ein Land lenken das wenigen bekannt ist und zugleich das hiesige kulturelle Geschehen bereichern. Das Interesse für internationale Kunst ist groß, das Angebot klein, und für die Mehrheit der Kirgisen bleibt das Reisen nach wie vor unerschwinglich. Ziel der Ausstellung ist es, den Menschen zeitgenössische Kunst näher zu bringen, und auch zu verdeutlichen, dass Kunst unabhängig sein kann von teuren Materialien und unermesslichem Aufwand. Wir erwarten die Päckchen mit Spannung und hoffen auf rege Beteiligung.”

Päckchen für Kirgistan“, ein wirklich tolles Projekt, dem wir von ganzem Herzen viel Erfolg wünschen! Macht also mit und schickt ein Kunst-Päckchen nach Kirgistan, das Thema der Ausstellung lautet “Utopie des Raums”, der Einsendeschluss ist der 15. Februar 2008 (und nicht vergessen: der Postweg dauert 4 Wochen)! Anmeldeformular und alle weiteren Infos hier. Via: Mail. Danke, Eugen.

Interview: Swoon

Schönes Interview mit Street Art-Lady Swoon im Swindle Magazine, hier online. Via: Popnutten 

Wouter Mijland: Triptychon wider das Vergessen

Wouter Mijland, “Feierabend mit Norbert Röger und Martin Klockzin”, 2007 (95cm/95cm, plaster, tar, cigaret butts, broken glass, garbage, cigaret, packs, advertisement pictures, found objects, acryl paint on hard board)

“Mein Bild “Feierabend mit Norbert Röger und Martin Klockzin” geht über die sächsische Korruptions-Affaire. Ein ehemaliger Staatsanwalt in Leipzig hat angeblich Kinder missbraucht, ebenso sein Kumpel von der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft. Die Untersuchungen laufen noch immer, es wird aber aber versucht die Affaire zu vertuschen, auch durch führende Politiker in Sachsen. Der ehemalige Staatsanwalt arbeitet jetzt in Chemnitz und behaupte, dass er unschuldig ist. Gleichzeitig hat er eine Unterlassungsanlage gegen einen ermittelnden Journalisten in Hamburg bewirkt. Solange das Verfahren läuft darf der Journalist nicht publizieren. Deswegen mein Triptychon über diesen Kindesmissbrauch. Ich finde es wichtig, dass diese Affaire nicht vergessen wird.” Danke, Wouter! Mehr zur Affaire hier oder hier. Via: Mail

We love: Circleculture Gallery

 

Jaybo aka Monk, “Retire”, 2007

Jaybo aka Monk, “MOM & DAD”, 2007

Anton Unai, “Man is a Wolf to Man”, 2007

Circleculture Gallery, Gipsstraße 11 – Berlin Mitte. Ausstellungen mit Jaybo aka Monk, Obey Giant, Anton Unai, André from Paris, Gomma, Alexone, JR und vielen anderen. “Die Circleculture Gallery wurde im Jahr 2001 unter dem Namen Cc:room als Projektraum für junge Kunst ins Leben gerufen. Ermöglicht wurde diese kommerziell unabhängige Plattform durch Johann Haehling von Lanzenauer und Dirk Staudinger. In Zusammenarbeit mit internationalen Kuratoren wurden zahlreiche Ausstellungskonzepte aus subkulturell motivierten Positionen wie zum Beispiel der Street Art erarbeitet. Im Jahr 2006 wurde Cc:room in Circleculture Gallery umbenannt.”

Schwarzwälder-Kirsch für Oettinger III

 

Alex Rühle schrieb in der SZ am Wochenende den Artikel Eine Torte sagt mehr als 1000 Worte, eine kleine Kulturgeschichte des Lebensmittelattentates und Farbbeutelwurfs.

“Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger wurde am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Stuttgart von einer Studentin mit einer Torte beworfen. Oettinger hielt gerade eine Rede zum Jubiläum des zehnjährigen Bestehens der Pro Arbeit GmbH im Stuttgarter Haus der Wirtschaft, als eine Studentin aufs Podium trat, eine Pappschachtel öffnete, “Arbeit für alle!” rief und eine Schwarzwälderkirschtorte warf.

Abgesehen davon, dass das Lebensmittelattentat (ebenso wie der Farbbeutelwurf) ungefähr so alt und dämlich ist wie der Blondinenwitz – die Studentin hat komplett versagt: Zum einen traf sie nur Oettingers Anzug. Vor allem aber gibt es von dem Vorfall kein Foto. Das Tortenattentat aber bezieht seine Kraft daraus, dass es das Gesicht eines Mächtigen sichtbar verunstaltet.

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Schwarzwälder-Kirsch für Oettinger II

 

UPDATE: Das Video gibt´s inzwischen hier zu sehen! Und ein offizielles Statement der Tortenwerferin gibt´s auch… Unter uns: Geile Aktion, Ariane! Nur schade, dass Du sein Gesicht verfehlt hast!

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte hiermit Stellung zu meinem Tortenwurf am Donnerstag, 22. November 2007, auf den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger nehmen. Bisher wurde in den Medien vermittelt, dass die Hintergründe der Tat unklar seien. Darum möchte ich hiermit darauf eingehen:

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Schwarzwälder-Kirsch für Oettinger

Fotohinweis: Nicht Oettinger, Bild nur nachgestellt (*)

Wie die Stuttgarter Zeitung gestern meldete, gab es mal wieder eine Tortung: Erwischt hat es den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger in Stuttgart. Mehr über Tortungen: “Aber bitte mit Sahne“, auch hier und hier noch einmal Infos zum “Godfather of Pies“. PS. An alle: Gibt es Bilder von der Aktion? Vielleicht auch das Videos?

Stuttgart – “Die junge Studentin, die am Donnerstag in Stuttgart eine Sahnetorte auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger geworfen hat, will das aus Protest gegen die Arbeitsmarktpolitik des Politikers gemacht haben. In einer E-Mail an unsere Redaktion und andere Presseorgane versuchte die Frau, ihr Handeln zu erklären.

Der Regierungschef war während einer Rede im Haus der Wirtschaft attackiert worden. Er blieb unverletzt, sein Anzug wurde aber leicht beschmutzt. “Der Ministerpräsident wurde nur kurz beworfen, er hat sich überrascht gezeigt und danach sehr schnell und gefasst seine Rede zu Ende geführt”, sagte ein Polizeisprecher.

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Henk Hofstra: “Drachtstervaart”

Tja, leider habe ich keine Ahnung, was uns der Künstler damit sagen wollte – dafür ist mein Holländisch leider zu schlecht. Ist aber auch egal, ich find´s super. Soviel habe ich verstanden: Das Projekt nennt sich “Drachtstervaart” und ist insgesamt einen Kilometer lang… Holländische Leser, please help! Via: Wooster

Graydon Sheppard: “Are we having fun yet?”

Graydon Sheppard, “Are we having fun yet?”, 2007. “The excursion is the same when you go looking for your sorrow as when you go looking for your joy.” Eudora Welty / “The intricacies of your existence do not fade away when you enter an amusement park, mount a carousel, or buy a corn dog. These images were not created by looking for people or objects that matched a statement. Rather, they happened because the question “Are we having fun yet?” looped constantly in my mind while photographing. These fun-seekers cannot escape themselves.  This is evident in every blank but loaded expression, in every attempt to make something more than it is, in every disappointment that this promise of happiness is nothing more than a collection of grinding rusted metal in a litter-covered parking lot.” Via: Cpluv