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Month Oktober 2007

Designer-Gasmasken

High Fashion Protection: “We are in a state of perpetual war – with ourselves and with the eco-system that sustains us. Perpetual war breeds perpetual fear. In the present context, this fear stems from our extreme desire for authenticity and manifests itself in our collectively insatiable culture of consumption. Deep down, we are afraid we may never be satisfied. An expanding archive of branded myths and icons feeds this fear. Designer Gas Masks is an attempt to visualize this state of mind. Because it is only by first acknowledging and then challenging fear that we will all be able to breathe a little easier.” Hinter diesem Projekt steckt laut WHOIS der Holländer Diddo Velema, Art Director für “Art, Advertising & Anything in Between.” Kunst, Konsumkritik oder doch Guerilla-Kampagne? Oder vielleicht “Something in Between”?

D*Face vs. Chapman Brothers

Wenn wir schon beim Thema Plagiate sind. Hier noch ein ganz aktueller Fall: Mainstream-Künstler klauen Idee eines Underground-Künstlers. Die Frieze Art Fair ist nach der Art Basel Miami wohl der grösste Kunst-Rummelplatz der Welt. Viel Geld, wenig Ideen, viel High-Society und viel (kalkulierte) Provokation. “Jahrmarktartig geht es weiter, am Stand von Jay Jopling/White Cube, wo die Gebrüder Chapman Geldscheine ab 20 Pfund Nennwert mit launigen Zeichnungen versehen. Weil die Aktion kostenlos ist, sind zwei Stunden Wartezeit das Minimum, die meisten stehen vier Stunden an.” (*)

Mal wieder eine nette Idee, keine Frage. Aber neu? Nein! Street Artist D*Face hat bereits vor knapp zwei Jahren die Queen als Totenkopf auf Geldscheine gemalt. “So when I saw the Chapman brothers (those Brit artists who have been sleeping on their hands since the 90′s) dead Queen that they were ‘attempting’ to draw at Frieze Art Fair, I thought WTF I recognise that idea… and from the stream of emails I had from people noticing the same ‘similarity’ it became apparent I wasn’t alone in my thinking. I never claimed ownership for drawing on bank notes, but drawing on bank notes and drawing the Queen dead is two seperate things. It doesn’t help that 2 years ago I pasted a 5ft dead Queen poster on the end of Fournier Street, (where she still remains today) where I later found out they live, apparently though they never saw this, which only confirms my theory that they must be walking around with their eyes closed. The Independent Newspaper cover the story today. I’ll let you decide…”, schrieb D*Face heute auf seiner Webseite. Mehr: Independet-Artikel

Du sollst nicht stehlen

 

ORIGINAL: on_ly, Venezuela; Gewinnerin des Stickerawards 2005

PLAGIAT: Guerilla-Kampagne für 3M, 2007

Am 17. September meldete der Guerilla Marketing Blog: “Hier auch wieder eine Guerilla-Aktion aus dem Bereich Ambient Media. Eine alte Mauer mit Rissen wurde liebevoll mit zwei überdimensionalen Guerilla-Pflasterstreifen der Pharmasparte von 3M “verpflegt”. Super nette Idee!!” Superböses Plagiat, würde ich mal meinen. Vor knapp zwei Jahren gewann on_ly für ihre Idee den internationalen Stickeraward, und jetzt imitiert die Industrie dieses Street Art-Werk. Na! Schämt Euch! In die Ecke stellen, sofort, Rosenkranz beten – und 1000 Mal laut sagen: “Du sollst nicht bei der Subkultur stehlen!” Immer diese Werber, die Kalle Lasn gelesen haben, uffz. Danke für den Hinweis, Max.

Angriff der Killer-Gummibärchen

 

Death By Cotton Candy, 2006

Death By Lifesavers, 2006

Death By Gummi Bears, 2005

Daniela Edburg, “Drop Dead Gorgeous“. Tot durch Gummibärchen, Nutella oder Zuckerwatte. Konsum essen Seele auf. Und Bonbons verursachen mehr als nur Karies. Mehr zynisch-schöne Bilder und ein Interview hier, entdeckt via: WMMNA

Schildbürgerstreiche

Dominic Hislop misst nach. Am liebsten Schilder auf denen der nächste Bankomat oder die nächste Burgerbude mit “wenigen Metern” angegeben wird. Und dann korrigiert er die Schilder. So viel Engagement und Ehrlichkeit muss belohnt werden! “Using a measuring wheel borrowed from the police, the exact distance was measured from each advertising board in Nyugati underpass to the entrance of each advertised establishment. In the same colour and graphics as the original “claimed” distance, the correct distance was then overlaid in cut out sticky plastic numbers, e.g. Company: McDonalds. Claimed distance: 80m. Measured distance 142,03.” Und unbedingt auch mal durch Hislops andere Streetworks und Installationen klicken – viel sehenswerte Arbeiten! Via: VVORK

Der Bahn-Hacker

 
Heute wurde die Webseite der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) gehackt. “In einer gefälschten Meldung hieß es dort, die Bahn und die GDL seien sich in unangekündigten Gesprächen in der vergangenen Nacht einig geworden. Einen Streik gebe es daher in den nächsten Tagen nicht. Ab November erhielten die Mitarbeiter 12 Prozent mehr Gehalt plus einer Einmalzahlung über 700 Euro. Die GDL wird dabei mit dem angeblichen Eingeständnis zitiert: “Man sei sich bewusst, dass eine Forderung von 31 Prozent mehr Gehalt niemals durchsetzbar gewesen wäre, die Zahl wurde von der GDL selbst allerdings auch nie genannt, sondern von den Medien propagiert.” Auf die offenbar nur in den frühen Morgenstunden zu sehende, gefälschte Meldung sind nach einem Bericht von Welt Online einige Radiosender hereingefallen. Mittlerweile sind die Seiten der GDL nicht mehr erreichbar. Details zu dem Einbruch gibt es derzeit nicht” (*) Interessant. Beschäftigt die Bahn nun auch Hacker? Oder war das ein Angriff der Kommunikationsguerilla?

Watchlist: Andy Kehoe

 

Wald, Blätter, Blätter, Blätter, braun, orange, rot. Tod und Teufel, braun, braun, braun. So ungefähr malt Andy Kehoe. Jedes Bild ein düsterer Oktober-Regentag, jedes Bild ein sarkastisches Meisterwerk. “Andy Kehoe currently lives and works in the city of champions Pittsburgh, PA. In 2003, he graduated from Parsons School of Design with a BFA in Illustration. His work serves as an outlet to feelings of unrest and anxiety in this unstable world of ours. Also important is the expression of sincere human emotion without the weight of sarcasm and irony which has become overabundant in art these days.” (*)

Urbane Poesie – à la française

“Eure Mauern beunruhigen mich wie weiße Seiten”. Gesehen in Paris, via: Ekosystem

Sofort-Lobotomie

Quick Lobotomy from 300 $ – “Dan Bergeron aka fauxreel created a controversial “Quick Lobotomy” billboard installation for the Nuit Blanche festival in Toronto. Dan documented the project as a time-lapse video, complete with voicemail recordings in response to the advertisement for $300 lobotomies.” Via: Lauging Squid

Blu in Brasilien

Blu mal wieder. 1. Oktober, in Sao Paulo, Brasilien. Via: Eko