Banksy Blumenkind / Banksy erwischt
Oktober 31st, 2007

Neue Arbeit von Banksy, in Bethnal Green, London. Via Wooster, via Flickr

UPDATE (6.11): Einverstanden! Es ist vielleicht nicht Banksy’s bestes Bild, aber es wird trotzdem in die Geschichte eingehen. Denn jetzt wurde er erwischt, in flagranti fotografiert, von einer Passantin, mit einem Fotohandy! “Wenn man seine Sachen kennt, dann schaut man auf dieses Foto mit gemischten Gefühlen. Einerseits kann man gar nicht anders als neugierig hinzuschauen, zu versuchen, das Gesicht des Mannes in dem kleinen Handybild zu erkennen. Andererseits ist man im selben Moment enttäuscht, wie ein Kind nach einer viel zu kurzen Schnitzeljagd: Das war’s dann, oder wie? Banksy, der weltberühmte englische Graffitikünstler, hat mit diesem Bild, das eine Passantin jetzt in London schoss, wohl sein wichtigstes Attribut verloren: seine Anonymität. (…) Nun hat eine pflichteifrige Verehrerin Banksy selbst zur Strecke gebracht. Bleibt die verschwindend geringe Hoffnung, dass er es gar nicht ist, der da abgebildet ist. Dagegen spricht freilich, dass die Hauswand, an der der Unbekannte mit gelbem Pinsel arbeitet, tatsächlich ein Bild von Banksy ist.” (SZ, 3./4.11, Alex Rühle). Bildquelle via: Art-Magazin
Hilde Kentane: Plastiktütenterror
Oktober 30th, 2007



Paradise is here 2 | 2006/2007 | SCHAURAUSCH, Linz
“Der einfachste surrealistische Akt ist, auf die Strasse zu gehen und irgendjemand niederzuschiessen”, schrieb André Breton. Es gehe, meinte 1971 der Theoretiker W.F. Haug, viel einfacher: “Der einfachste surrealistische Akt ist es, in ein Geschäft zu gehen und zu kaufen, was man nicht brauchen kann.” Hilde Kentane kombiniert ein aus der Warenwelt übernommenes Sprach- und Figurenarsenal mit surrealistischer Direktheit. Hier kommt nicht der “Konsumterror” an den Pranger, sondern die Manipulation der Konsumenten mit sprachlichen Mitteln. Wenn Hilde Kentane aus Plastiksackerln, die sie liebevoll “synthetisches Elfenbein” nennt, grosse Wolkengebilde unter das Dasch der “Passage” hängt, ist das ein doppeltes Spiel: mit Kultur und Natur, aber auch mit Warenästhetik und Gefühlen.” (*) Via: Frizzifrizzi
Radical Graphics
Oktober 30th, 2007

Radical Graphics ist ein großes Bildarchiv für alle Stencilisten und Fanzine-Redakeure. Von A-narchy bis Z-apatistas bietet das Archiv High-Res Bilder zum kostenfreien Download: “The purpose of this website is to provide activists, radicals, revolutionaries, and otherwise left-leaning individuals, who are working to put together flyers, pamphlets, zines, propaganda etc., with high resolution graphics.” Via: Ektopia
Urban Camouflage
Oktober 30th, 2007



Japaner sind ja für ihre verschrobenen Erfindungen bekannt (“Chindōgu“). Das beweist uns nun auch wieder die Modedesignerin Aya Tsukioka, die eine Art Kimono entwickelt hat, der sich in einen Cola-Automaten verwandeln kann. Inspiriert wurde die 29-Jährige durch alte Ninja-Techniken, die sich nachts gerne in schwarze Tücher hüllten, um sich zu tarnen. Der Grund für diese Erfindung sei die steigende Kriminalität in Japan – um Räubern zu entkommen, so die Idee, kann man sich also schnell zu einem Automaten verwandelt. Aber die Idee birgt natürlich auch neue Gefahren: Was passiert, wenn die Gangster nach ihrer schweißtreibenden Opferjagd plötzlich Lust auf eine erfrischende Cola bekommen? Via: NYTimes
P.S: Und für Kinder gibt´s übrigens die Version “Briefkasten” …
We love: NowNow Gallery
Oktober 28th, 2007




Mal wieder ne neue Kategorie auf rebel:art: “we love”. Hier stellen wir ab und an Galerien vor, die wir lieben. Kleine Off Space-Galerien, Freie Räume, Wohnzimmer-Galerien oder Online-Galerien, wie das australische Projekt nownow gallery. Hier gibt´s jeden Monat eine Online-Ausstellung mit australischen und internationalen Fotografen. “Our aim with NowNow Gallery is to give exposure to contemporary photographers who are committed to documenting the way we live. As these photographers’ galleries evolve, it will inevitably become kaleidoscopic. At the very least, giving us an alternative view of what we know. And at best, giving us a whole new way of looking.” Die Stimmung stimmt und im Archiv kann man sich locker stundenlang durch wunderbare Portfolios klicken.
Christoph Niemann, Illustrationen
Oktober 27th, 2007



Christoph Niemann kann die Welt mit wenigen Strichen erklären – oder mit einer Scheibe Toast. Er arbeitet als Illustrator für das “The New Yorker” Magazin und sein Portfolio ist ein schöner Kreativitätsklick. Via: Whokilledbambi
Asshole 2.0
Oktober 27th, 2007

Mehr gibt´s zur 2.0-Hysterie nicht zu sagen. Punkt. “Cartoons drawn of the back of business cards” von Hugh MacLeod, via: Laughing Squid
Möge die Nudel mit Dir sein!
Oktober 26th, 2007

Es gibt ja viele Kirchen und Prediger (Church of Fear, Reverend Billy and the Church of Stop Shopping, Church of the SubGenius), aber die Church of the Flying Spaghetti Monster gehört zu meinen absoluten Favoriten! Schon das Logo! Da bekomm ich immer Hunger… Hier die Geschichte zum Pasta-Billboard, mehr zur Gemeinde hier, via: ALR
Kill Mickey
Oktober 25th, 2007



Los Disneys, ein Underground Ego-Shooter von Jay Kristopher Huddy (“ironic art that purloins mass-media culture in the pop traditions of Warhol and Rauschenberg”). ”The year is 2015. Steeped in national debt, the United States reluctantly allows the Walt Disney Company to purchase the entire peninsula of Florida in the largest geographic acquisition since the Louisiana Purchase. Under its new president, formerly-ousted CEO Michael Eisner, the newly-sovereign state is renamed Los Disneys. Your job is to infiltrate the Magic Kingdom, blasting your way through animatronic pirates, holographic ghosts, tourists, security guards and even Mickey himself in an attempt to seek and destroy the frozen head of Walt Disney. However, doing so inadvertently triggers Eisner’s doomsday device… unless you can stop it…” Mehr hier, via Whokilledbambi.
Rom sieht rot
Oktober 25th, 2007


2007, Rom, Trevi-Brunnen, by: ???


2005, London, Trafalgar Square, by: bomblondon
Futuristen, Nazis, Aktivisten? Noch ist unklar, wer am Donnerstag letzter Woche den Romer Trevi-Brunnen umfärbte. “Rotes Wasser im berühmten Trevi-Brunnen in Rom hat am Donnerstag für Aufregung gesorgt. Ein Unbekannter hatte rote Flüssigkeit in das Wasser geschüttet. Er konnte zunächst in der Menschenmenge vor dem Monument untertauchen. Doch die Aufmerksamkeit, die er mit seiner Tat erregte, wurde ihm zum Verhängnis: Die Polizei konnte auf Videos von Touristen einen 54-jährigen Rechtsextremisten identifizieren. Graziano Cecchini wurde nach Angaben italienischer Medien angezeigt. Er beteuerte seine Unschuld. Die Polizei sucht noch nach Komplizen, die nach Cecchinis Vandalenakt Flugblätter verteilt hatten. Zur Aktion bekannte sich eine Gruppe, die sich als “Futuristische Aktion” bezeichnete. (Azione futurista 2007) Auf dem Papier waren Slogans gegen das Filmfest in Rom zu lesen. Der Brunnen wurde durch den Farb-Angriff nicht beschädigt, wie die Polizei befürchtete. Bei vielen Touristen kam der Brunnen in Rot gut an.” (*) Übrigens: Bereits vor einigen Jahren haben die englischen Aktivisten bomblondon mit der gleichen Aktion in London für Aufsehen gesorgt. Ihr roter Protest richtete sich damals gegen das Blutvergiessen im Irak.