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Month April 2007

Daniel & Geo Fuchs: TOYGIANTS

Drei Jahre lang arbeiteten die beiden Fotokünstler Daniel & Geo Fuchs, zusammen mit dem Sammler Selim Varol, an ihrem neuen Projekt: Toygiants - eine Reise in die kuriose, fantastische Zweitwelt der Art-Toys, Actionfiguren und Manga Superstars. Selim Varol beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Designertoys und seine Kollektion umfasst mehr als 10.000 Figuren – und stellt die wohl vielseitigste Privatsammlung Europas dar. Daniel & Geo Fuchs zeigen Ausschnitte aus dieser Sammlung – und entführen den Betracher in eine Welt, in der Papst und Hellboy, Bush und Bin Laden, sowie Elvis und Kiss aufeinander treffen. Eine Welt, in der sich die Porträts von Hitler, Che Guevara, Quentin Tarantino, Batman und Saddam Hussein aneinanderreihen. Die Portraitaufnahmen und Iszenierungen sind faszinierende Begegnungen in künstliche Bilderwelten. Ein spannendes Spiel an der Schnittstelle zu Fiktion, Realität und Kunst. Das Buch erscheint in ungefähr zwei Wochen beim Verlag für moderne Kunst Nürnberg.

Irak: Die Mauer wird bunt

 

“Die heftig umstrittenen Schutz- und Trennmauern in Bagdad hat eine Gruppe von Künstlern als Leinwand-Ersatz entdeckt. Überall in der vom Krieg zerrütteten Stadt bemalen sie die Betonwälle, die Sunniten und Schiiten trennen und Explosionsradien verringern sollen.” Via: SPON

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Classics: Das Lachen & die Avantgarde

Verehrte LeserInnen! Ab jetzt gibt´s eine neue Rubrik bei REBEL:ART: Die “Classics”. In unregelmässigen Abständen stellen wir Künstler und deren Projekte vor, die leider in Vergessenheit geraten sind. Wie John Cage. Dieser großartige US-Komponist und Happeningkünstler. Cage wurde zur Ikone, zu einer Schlüsselfigur für die Fluxusbewegung und die Improvisierte Musik. Die interessante Aufnahme der TV-Show “I´ve Got A Secret” aus dem Jahr 1960 belegt die typische Reaktion der Menschen auf eine Avantgarde: Sie lacht! Vor seiner Performance “Water Walker” warnt der Moderator noch: “Das sind alles nette Leute hier, aber einige werden lachen. Ist das OK?” Cage antwortet souverän und mit einem Lächeln: “Lachen ist mir lieber als Weinen!” Download: hier. Via: Rhizome

We love this shit!

Seit 2005 dekoriert die New Yorker Sprinkle Brigade Scheiße. Mehr zu diesem Thema schon einmal hier: “Schöne Scheiße – Kunst muss stinken!” Vom 14. – 19. Mai hat das Trio nun seine erste Ausstellung – “Welcome To The Office Of Urban Beautification” – in Lyon – und verspricht eine eigene, französische Filiale zu eröffnen. Wer holt die Jungs endlich nach Deutschland? Via: Wooster

Tagging in 3D

Joe in Bordeaux. Und in 3D. Via: Eko

Hannah Barrett: Vier Fäuste für ein Halleluja

Hannah Barrett, *1966 Philadelphia, “Tolerance“. Neue Arbeiten. 19. Mai – 23. Juni: Art United, Wien.

Brigade AntiPub, Paris: Ich konsumiere, also bin ich?

“Arbeite, Konsumiere, Sterbe”

Großangriff der Pariser Brigade AntiPub: In der Nacht zum 19. April 2007 wurden 150 selbstgemalte Plakate im gesamtem Pariser Métrosystem geklebt. Texte, Gedichte und Bilder gegen die visuelle Umweltverschmutzung und für eine werbefreie Stadt. Via: Eko

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GAK, Bremen: [open] spaces

Helene von Oldenburg, “No Signal”

[open] spaces: Ausstellung von gesellschaftlichen und medialen Raumzuständen. 27. April – 10. Juni 2007, Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen.

“Die Ausstellung [open] spaces beschäftigt sich auf ganz unterschiedliche Weisen mit gesellschaftlichen und medialen Raumzuständen. Wo einige Theoretiker das „Verschwinden des Raums“ aufgrund technischer Entwicklungen – insbesondere den Überwachungstechnologien und der Telepräsenz in virtuellen Welten – beklagen, setzt europäische Politik auf die konkrete Begrenzung und Beherrschung von Räumen. So verfolgt die EU mit der Aufnahme oder dem Ausschluss von Ländern die (Ein)Bildung eines abgegrenzten, kontrollierbaren Gebietes. Europa soll eine geografische, wirtschaftliche und kulturelle Einheit aus zugehörigen Staaten sein: ein geschlossener Raum.

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Kuck mal, wer da schmilzt

Achtung: Globale Erwärmung! 50graus warnt im Ibirapuera Park, Sao Paulo, mit einer Pinguin-Armee aus Eis und schmelzenden Tier-Stickern.

Wohnst du schon oder fakst du noch?

REFUGIÅ - neues Wohnen”: Intervention im öffentlichen Raum von Niklas Goldbach, im Rahmen der Ausstellung “Urban Interface“. Die Bauplakate kündigen den Bau eines “City Quartiers” in einer Arbeitersiedlung an. “Auf zwei Brachflächen im Berliner Bezirk Gesundbrunnen sind Bauschilder installiert, die eine fiktive Bebauung mit utopischer Architektur ankündigen. „Gebaut“ werden sollen hier autarke Hochhäuser, die durch integrierte exklusive Infrastrukuren (Einkaufspassagen, Parkanlagen etc.) den Bewohnern ein luxuriöses und „sicheres“ Leben in der Großstadt ermöglichen. Die vermeintlich vor Ort entstehenden Gebäude karikieren stilistisch die privatwirtschaftlichen Repräsentationsbauten und City-Quartiere, die zunehmend das Berliner Stadtbild prägen. Die Arbeit thematisiert die zunehmende Gentrifizierung traditioneller Arbeiterviertel im ehemaligen Ostteil der Stadt und überträgt diese in den einkommensschwachen Bezirk Gesundbrunnen – das sich im Wandel befindende Verhältnis zwischen öffentlichem und privatem Raum wird somit ironisch aufgegriffen und kommentiert.” (1) Die Häuser, als auch die Texte auf den Bauschildern, sind real existierenden Gebäuden und Bauschildern in Berlin nachempfunden. Mehr? Video-Interview mit Niklas Goldbach / “urban interface” zeigt noch bis zum 6. Mai weitere spannende Positionen an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Raum.