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Month März 2007

Eis am Stiel

Melting Ice Pops 1999-2006, Montauk Avenue (smile), 1999

Melting Ice Pops 1999-2006, Tuttle Point (hulk), 2004

Melting Ice Pops 1999-2006, BayView Avenue (spongebob), 2004

Schmutzig, tragisch, schmelzend: Meredith Allen fotografiert seit sieben Jahren die Helden aller Kinderherzen. Spongebob, Space Ranger, Pokemon, Bugs Bunny oder Hulk – als Eis am Stiel. Und ihre Bilder zeigen, was passiert, wenn man diese amerikanischen Ikonen nicht konsumiert – dann schmelzen sie langsam dahin. Via: Trendbeherr

Gulli Art

 

6eMEIA aus Sao Paulo, Brasilien. Via: Eko

Second Life: Performances im virtuellen Raum

“Beuys’ 7000 Oaks”, 2007, Second Life / Beuys “7000 Oaks”, 1982-1987, Kassel

“Burden’s Shoot”, 2007, Second Life / Burden “Shoot”, 1971, F-Space, California

Nach ihrer Fotoserie “Portrait” haben Eva und Franco Mattes (0100101110101101.ORG) erneut ein Kunstprojekt im virtuellen Raum “Second Life” realisiert: In “Synthetic Performances” haben sie bedeutende Performances der Kunstgeschichte wieder zum Leben animiert - und virtuell wiederholt. Dazu gehören Joseph Beuys “7000 Eichen”, Valie Exports “Tapp und Tastkino”, Vito Acconcis “Seedbed” und Chris Burdens “Shoot”. Den Anfang der Serie macht Beuys Beitrag zur documenta 7, 1982 in Kassel: “7000 Eichen”. Beuys liess dabei 7000 Basaltblöcke keilförmig vor dem Museum Fridericianum aufschütten – und pflanzte an die Spitze die erste der 7000 Eichen. Für 500 DM konnte damals jeder einen Baum erwerben und dafür verschwand dann nach und nach ein Basaltblock. Die Planzung der letzten Eiche wurde fünf Jahre später während der documenta 8 von Beuys Frau Eva und ihrem Sohn vorgenommen – Beuys war bereits gestorben. Eva und Franco Mattes haben nun den ersten Baum am 16. März 2007 in Second Life gepflanzt - genau 25 Jahre nach Beuys Pflanzung der ersten Eiche. Und alle SL-Bewohner sind aufgerufen, sich an dem Online-Kunstwerk zu beteiligen.

TV-Doku: Culture Jamming


Kurzer Teaser zu der demnächst erscheinenden Doku “Culture Jamming“, mit uebermorgen.com, Molleindustria, 0100101110101101.ORG, u.a. gedreht bei “THE ABC“, Berlin. Via: KG

Strickgruppe: Stitch for Senate

Stitch For Senate, launched on the day of the 4th anniversary of the US invasion of Iraq, invites knit hobbyists to craft helmet liners for every US Senator in an effort to encourage the politicians to support the troops by bringing them home. The aim of “Stitch for Senate” is to start a dialogue between both sides of the Iraq war debate. “I would like people to be thinking and talking about the war a little more, and this may be one way of doing it,” explains Catherine Mazza, founder of microRevolt and adjunct professor at Rensselaer Polytechnic Institute.” Via: WMMNA

Watchlist 8: Hank Willis Thomas

Branded Head, 2003

Basketball and Chain, 2003

Lesens- und absolut sehenswert: Die Fotoarbeiten (Branded, Unbranded) und die Diplomarbeit von Hank Willis Thomas “Swoosh: Looking Black at Nike, Moses, and Jordan in the ’80s” (2004). “My thesis project examines the ways that the African American male body was depicted in popular Nike basketball ads during the 1980s. The essay that follows considers the ads’ implications of black male physical prowess, and how the notion of “the cool black” was imaged and exploited in these ads. This essay also raises questions about the role of mythmaking with respect to “blackness” in the marketing of sportswear products, and the impact of marketing tactics on popular culture.”

Birk: “The Liberation of Baghdad”

US-Malerin Sandow Birk hat ihren neuen Zyklus über den Krieg im Irak präsentiert: Birk has made a number of paintings, including The Liberation of Baghdad, seen here. The paintings are more satirical and ironic, and many are based on paintings of the glories of war in Napoleon’s time and from Russian socialist images of battlefield glories. The Liberation of Baghdad, says Birk, is about “what we were told would happen — happy, joyfully liberated Iraqis welcoming American troops as we free them from the shackles of oppression.” Via: LA Weekly

Holy Damn it: 50.000 Plakate gegen G8

“Das internationale Kunstprojekt HOLY DAMN IT ist eine künstlerische Intervention im Prozess der politischen Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Alternativen. Im Rahmen der Protest- und Widerstandsbewegungen gegen das Treffen der G8-Staaten in Heiligendamm bei Rostock 2007 haben dafür zehn KünstlerInnen und Künstlerkollektive aus vier Kontinenten jeweils ein Plakat gestaltet: bankleer (D), open circle (Indien), Mansour Ciss/Laboratoire Deberlinisation (Senegal), Markus Dorfmüller (D), Petra Gerschner (D), Marina Grzinic (Slowenien), Ibrahim Mozain/artist without walls (Israel/Palästina), Oliver Ressler (A), Walter Seidl (A), Allan Sekula (USA).

Die Beiträge setzen sich mit den herrschenden Verhältnissen sowie den aktuellen Fragestellungen und Diskursen der sozialen Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung auseinander: Mit Privatisierung, Verwertung und Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Krieg, Folter und einer eskalierenden Militarisierung nach innen und aussen als globalem Dauerausnahmezustand genauso wie mit sexistischer Gewalt und patriarchalen und rassistischen Herrschaftsverhältnissen; aber auch mit der Macht der globalen Bildproduktion des Kapitalismus und der Entwicklung von Vorstellungen einer emanzipativen und solidarischen Kultur und Gesellschaft.”

Jedes der zehn Plakatmotive wird in einer Auflage von 5000 Exemplaren im Format A2 vierfarbig gedruckt und verbreitet: Die Plakate werden in mehreren Ländern auf verschiedenen Bündnistreffen für die Mobilisierung zu den Gipfelprotesten kostenlos zum Plakatieren zur Verfügung gestellt. Auf Holy-damn-it sind alle Motive abgebildet, mit Hintergrundtexten und Infos zur Mobilisierung; an verschiedenen Kunstorten (NGBK, Berlin; Shedhalle, Zürich) liegen die Plakate zum Mitnehmen kostenlos aus – können aber, für massenhafte Verbreitung, auch bestellt werden unter: info (ät) holy-damn-it.org

Fuck Coke!

 

Chris Graham, Cocka Cola

My Dads Strip Club, Fuck Coke

My Dads Strip Club, Unplug the System

The Vaccum Cleaner, The Ultimative Television Commercial

Chris Graham, Shit Coke

Coca-Cola ist “die grösste, wertvollste und mit Abstand bekannteste Marke der Welt. Es gibt daher kaum einen Aspekt der Globalisierung, für den Coke nicht auf irgendeine Art geradezustehen hat.” (Brand1, Der globale Brand) Da wären zum Beispiel: Kapitalismus, Fehlernährung, Menschenrechtsvergehen in Südamerika, Zucker, hohe Pestizidrückstände in Getränken; kurzum: Es gibt da schon einige Gründe um auf diese Hypermarke sauer zu sein. In England ist der Widerstand gegen Coca-Cola besonders gross – und jetzt haben einige Aktivisten den Protest auch richtig wörtlich genommen: Fuck Coke! The Vacuum Cleaner haben aus dem “Cocksucker” den “Cokesucker” gemacht und einen “Ultimative Television Commercial produziert. Guerilla-Strator Chris Graham hat gleich ein komplettes Coke-Dildo-Set erfunden und das englische Prankster-Kollektiv My Dads Strip Club hat es angewendet. Hier ist die Videodokumentation “Sex mit einem Cola Automaten”: Fuck Coke eben.
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Szpilman Award 2007

Der Szpilman Award ist die Auszeichnung für Kunstprojekte, die nur für einen Moment oder über einen kurzen Zeitraum existieren. Gefördert werden sollen die flüchtigen Situationen. Das Bild zeigt den Gewinner des Vorjahres: Martin Flemming “Wenn jeder denkt, es ist für alle, dann füttert niemand die Fische”. Er befestigte für seine flüchtige Installation ein Buch zwischen Brücke und Strassenlaterne: “Martin Flemming climbed up the 8 meter long streetlamp on a ladder to measure out the distance between the highway bridge and the top of a streetlamp, which is 8,3 cm. After measuring he has produced an empty book, size 8,3 x 44 x 34cm, put it in the gap between bridge and lamp and shot a photo of that situation. He produced a second book. This book – fitting exactly, so it can not be opened – is containing a photo of itself in that given situation. So it is impossible to see the photo but possible to see what is on it, if you are standing under the bridge. If the book is taken out by anybody, the work is eliminated.” Mitmachen kann jeder. Einzige Bedingung: Die Projekte müssen im Zeitraum vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 realisiert worden sein. Der Gewinner erhält das Jackpot Stipendium: Einen Wanderpokal, 10 Tage Unterkunft in Cimochowizna (Polen) und eine dynamische Geldsumme.