Popular Tags

Month Februar 2007

Schwerter zu Pflugscharen

 

Aus der Rubrik: So wird aus einem Bibelzitat Kunst. “Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen.” (Jesaja 2.4) Die beiden US-Künstler Christopher Humes und Noah Scalin haben das geflügelte Wort der internationalen Friedensbewegung und des Pazifismus wörtlich genommen und für ihr Projekt “Swords into Plowshares” Pistolen aus Erde, Kompost und diversen Samen hergestellt. In dieser Bildergalerie wird der Entstehungsprozeß vom Samen bis zur Ausstellung illustriert. Mehr Tipps für eine grüne Revolution: Guerilla Gardening und Beton&Garten.

Burn, baby, burn!

Ben Vautier, Total Art Match-Box, 1966 

Schöne Lektüre für das Wochenende: The Art Strike Papers. Via: kunstbetrieb

Watchlist 5: Truth

Der polnische Street Artist Truth gestaltet grandiose, abstrakte Skulpturen im öffentlichen Raum: Eine wunderbare Mischung aus russischem Konstruktivismus und französischem Kubismus.

Buntstift Skulpturen

 

Schön & spitz: Buntstift-Détournement von Jennifer Maestre. Via: EF

Blackout Poems

Austin Kleon malt Comics, schreibt Erzählungen und arbeitet in einer Bibliothek. Besonders ästhetisch: Seine “Blackout Poems” aus Zeitungsmeldungen. Erinnert ein wenig an “information blackout” (2005) von Influenza

Und dieses legendäre “zensierte” taz-Interview (2003):

 

Via: Popnutten

Watchlist 4: Justine Cooper

 

Justine Cooper, “Havidol”, 2007

Justine Cooper, “Saved By Sience”, 2005

Justine Cooper, “Saved By Sience”, 2005

Justine Cooper, “Saved By Sience”, 2005

Die australische Künstlerin Justine Cooper arbeitet immer wieder an der Schnittstelle Kunst/Kultur und Wissenschaft/Medizin. Ihr neuestes Projekt “Havidol” ist ein klassischer Fake: Ihre fiktionale Marketingkampagne wirbt für ein magisches, glückbringendes Lifestyle-Medikament – und verspricht Abhilfe gegen “Dysphoric Social Attention Consumption Deficit Anxiety Disorder” (etwa: Dysphorisches soziales Aufmerksamkeitsdefizit und Beklemmungsverwirrung). “Havidol is an artful parody of a new kind of gold rush heralding an era in which pharmaceutical companies mine psycho-chemicals for a public who is ready to swallow almost anything in the pursuit of the new American Dream: a life without pain, only gain”, erklärt ihre New Yorker Galerie Daneyal Mahmood das Projekt.

“Kunst in Museen gegen Museen”

 

Die Akte Urinal: Heute stand der Franzose Pierre Pinoncelli vor Gericht, weil er Marcel Duchamps “La Fontaine” zerstören wollte. Mit diesem Werk hatte Duchamp vor genau 90 Jahren die Kunstwelt attackiert. Ein Urteil um die alte Frage: Wer entscheidet eigentlich was Kunst ist?

Dada war Wut. Dada war Zerstörung. Mit aggressiver Leidenschaft kämpften die dadaistischen Künstler des frühen 20. Jahrhunderts gegen gesellschaftliche Konventionen. Als Marcel Duchamp 1917 bei einem Sanitärhändler ein Urinal erstand, es auf den Namen “La Fontaine” taufte und mit dem Pseudonym “R. Mutt” signierte, löste er einen Skandal aus. Indem er ein vorgefundenes Objekt zu einem Kunstwerk erklärte, demontierte er den Mythos des Kunstschöpfenden als Souverän über Bedeutung und Rezeption des Werks. (weiterlesen…)

Sticken im öffentlichen Raum

Sind Euch schon mal diese hässlichen Sitzpolster in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufgefallen? In ihrer Aktion “public embroidery” zeigt die schwedische Künstlerin Ulrika Erdes was man mit den Sitzen in Zügen und Bussen noch so machen kann. Und zwar Botschaften wie “Hej!” (Hallo!), “Kram!” (Drück Dich!) oder kleine Herzchen aufsticken. Auf Nachfrage verschickt sie auch Stick-Kits! Also: Auf die Sitze, fertig, los! Via: Wooster

Poesie der Straße: Zebras lügen nicht

Tout ce qui peut être imaginé est réel”: Alles, was man sich vorstellen kann, ist real.

Vor der Pariser Börse: “Die Börse ist mir egal, ich habe mich für das Leben entschieden” (Guy Bedos)

“Haltest Eure Stadt sauber, esst Tauben!” (Victor Blin)

Enteignet den Zebrastreifen! Eine sehr gelungene Form der Umnutzung der weißen Streifen zeigt die Gruppe Think Don’t Think in ihren Pariser und Barceloner Aktionen. Eyemagazine berichtet in einem netten Artikel über die Hintergründe und Ideen der beiden Grafiker Matthieu Darrasse und Jean-Paul Bagnis. Via: Eko

Sprudel Art

Yeah, Danke Albert Reyes : This is Street Art 2.0!