Popular Tags

Category photography

REBEL:ART-KALENDER 2012: STREET ART & PORN & LOL


Foto: Philippe Puiseux

Aber jetzt! Von Buchläden ignoriert (in Straßburg verweigert z.B. die Buchhandlung des Museums für zeitgenössische Kunst die Auslage mit den Worten “N’ayant pas la clientèle pour le calendrier LOLStreetart 2012″ – “nicht die Klientel”, hä?) und natürlich von der Mainstreampresse verschmäht – und selbst Freunde haben nur noch ein verschämtes Lächeln übrig: Was ist denn los? Zu hart oder was? Es gibt doch nur einen erigierten Schwanz! Mhh – naja, zum Glück brauchen wir das alles nicht, denn ihr könnt hier online die letzten Exemplare ergattern (limitiert auf 666 Stück). Außerdem der Beweis: Der rebel:art-LOL-Street-Art-Porn-Kalender 2012 ist ein Spaß für die ganze Familie! “A friend of mine with the calender. Sorry”, schreibt OX. Wer noch einen Kalender zu Weihnachten bestellen und damit rebel:art unterstützen möchte – bütte hier entlang… MERCI!

Unsere Freunde & Helfer auf Zeugensuche

Die Polizei in Hamburg, sprich das Einsatzkommando “Farbschmierereien”, wird immer kreativer: “Auf der letzten Artillerie (eine Art illegaler Galerieraum) hat ein Fotograf Post von der Polizei bekommen und eine Vorladung – und soll jetzt aussagen über die Künstler die dort gearbeitet haben.” Hoffentlich weiß der Fotograf, dass er, falls er dort vor Ort einer journalistischen Tätigkeit (wenn er z.B. für Blogs publiziert) nachging, ein gesetzlich verbrieftes, berufliches “Zeugnisverweigerungsrecht” hat – d.h. er muss seine Quellen nicht offenlegen und muss auch keinem Polizisten seine Informationen preisgeben. Via: Mail, thx F, Bild via FB!

Support Alia Magda al-Mahdi!


Foto: Cheb Makhlouf

Religiöse Eiferer zeigen Kunststudentin in Ägypten an: “Sie wollte mit einem schwarzweißen Akt im Internet für freie Kunst und Ausdrucksfreiheit eintreten, doch nun bekommt die ägyptische Kunst- und Medienwissenschaftsstudentin Alia Magda al-Mahdi möglicherweise Ärger mit der Justiz. Eine Gruppe radikal-religiöser Juristen hat die junge Frau und ihren Freund, den Blogger Karim Amer, bei der Generalstaatsanwaltschaft angezeigt, berichtet die halbstaatliche ägyptische Tageszeitung “al-Ahram” in ihrer englischen Online-Ausgabe.” Die ganze Geschichte bei SPON

REBEL:ART-Kalender 2012: Street Art & Porn & LOL

Wer hat noch nicht, wer will noch einen? Noch sind ein paar Exemplare des ersten REBEL:ART-Kalenders 2012 zum Thema LOL & Porn übrig – mit neuen Arbeiten von OX, Frankreich, MR TALION, Deutschland, VARIOUS & GOULD, Deutschland, HOMER, Ukraine, TILT, Frankreich, BRONCO, Deutschland, MATHIEU TREMBLIN, Frankreich, ELFO, Italien, TONY WEINGARTNER, Frankreich, SPY, Spanien, BORIS HOPPEK, Deutschland und HARMEN DE HOOP, Niederlande. Limitiert auf 666 Stück, 29,7 x 42 cm, zum Preis von 19,90 Euro inkl. Versand! Unnötig zu sagen: Das perfekte Weihnachtsgeschenk, oder?

Szpilman Award 2011: Top 6

Jaroslav Kyša gewinnt für seine Performance “The Barrier” den diesjährigen Szpilman Award: Kyša nutzt Tauben als lebende Hindernisse in London, indem er heimlich ihr Lieblingsfutter vor Geschäfte oder auf Straßen streut.

Die fünf weiteren Favoriten der Jury sind:

Jaś Domicz für seine Performance “Joyride”: “Domicz goes on a sensual joyride by taking a long circular walk around his neighborhood. He thereby lets his hand continuously touch all the walls, doors, gates and whatever comes his way.”

David Horvitz mit seinem Projekt “Public Access”: “Horvitz drove up the entire coast of Florida an stopped at every coastal access-point, where he took a picture of the ocean, with him standing somwhere in the scenery. He then uploaded these pictures onto the according Wikipedia-articles off all of those beaches. After some time, several Wikipedia-editors recognized the fact, that there´s always the same person on each shot of those beaches and edited or deleted the pictures, but you can still find him, if you search!

Petr Krátký für seine Performance “Pentaton”: “Petr Krátký uses public sculptures as percussion instruments for creating a repetetive and beautifully melodic rhythm.”

Jinho Lim und sein Kite-Hühnchen: “Chicken n Kite”. “Jinho Lim attaches a small beautiful kite to a chicken, which now flies a kite.”

Péter Szabó und seine Aktion “Buna Dimineata!”: “Szabó lit fireworks and fired confetti-canons and smoke-machines for the workers who arrived early in the morning at factories and a bus-station in Romania and Hungary. As some of these factories were to be shut down soon, his labor of love towards the stressed and worried workers appears almost like an alien artistic ritual in the midst of a hopeless daily routine.” Via: Mail

Buchtipp: “Work and Life / Allan Gretzki”

Ein intimes, komisches, inspirierendes, kurzum, ein rundum gelungenes Gesamtkunstwerk von Allan Gretzki auf Papier. Ein paar Fakten & Anekdoten zu dieser ersten Werkauwahl von Allen Gretzki selbst: “erste Arbeitsauswahl, unveröffentlichte Arbeiten, limitierte Auflage, Arbeiten aus der Kindheit, der beste Freund aus Dublin (Knut Pohl) hat einen Text seines Tagebuchs des Interrail-Trips von 1999 beigesteuert, Arbeitszeit an dem Buch, über ein Jahr…” Sprich: Es lohnt sich wirklich! Hier noch der Klappentext: „Work and Life“ ist die erste Arbeitsauswahl von Künstler Allan Gretzki aus Köln. Er ist bekannt für seine Installantions Serie und für zahlreiche Wandgrafiken. Mit der Graffitiszene als Background ist seine Arbeit inspiriert von DIY, Streetculture, Arte Povera und Land Art. Seit 2000 entwickelt er sein Œuvre ohne Einfluss von der Mainstream Kunstwelt. Diese Publikation zeigt unveröffentlichte Arbeiten und gibt einen intimen und detaillierten Einblick in sein Schaffen. // „Work and Life“ is the first work selection of the Cologne based Artist Allan Gretzki. He is famous for his Installantions series and for numerous wall graphics. With the Graffiti scene as background, his work is inspired by DIY (Do it yourself), Streetculture, Arte Povera and Land Art. Since 2000 he develops his works of art without any influence from the main-stream art world. This publication shows unreleased works and gives an intimate and detailed insight to his art. Basics: 29,90 €, 220 Seiten, 21 x 26 cm, über 400 Abbildungen, limitierte Auflage. Und bestellen kann man das Buch übrigens u.a. bei Walther König.

FKK-Street-Art: 2naked alias Bianka Langnickel & Thomas Gnahm

Bianka Langnickel & Thomas Gnahm sind 2naked: “Zwei gänzlich unbekleideten Menschen, welche den Zuschauer nicht zu beachten scheinen und doch wie mit einem Augenzwickern Kontakt aufnehmen. Reglos und unschuldig stehen sie da – die Körper ganz dem Zuschauer zugerichtet, einzig ihr Blick verweist nach links oben, wo beide etwas beobachten. Die in Ruhe getauchte Nacktheit, ohne jedes symbolische Ausschmücken des Motivs, bietet im ersten Moment wenig Anhaltspunkte für eine eindeutige Interpretation des Bildes und doch stellt sich sofort eine Flut von Bildern und Assoziationen beim Betrachter ein: Von altbiblischen Bildern der sündenlosen Gotteskinder Adam und Eva, über die antibürgerliche Selbstdarstellung John Lennons und Yoko Onos, bis hin zu einer schlichten “No Fashion!” Haltung der beiden Figuren drängen sich Interpretationsansätze vor dem geistigen Auge auf.” Via: Mail

Allan Gretzki: “Selbstzensur”

Allan Gretzki zeigt in der Kölner ArtyFarty-Gallery mehr als hundert bearbeitete Fotoabzüge aus seinem Archiv. Außerdem ist gerade sein sehenswertes erstes Buch erschienen: “Work & Life” (Colortrip): “Der Künstler als selbstbestimmendes Ich, versucht zu löschen sein Alter Ego. Die Selbstzensur als Form des Voranschreitens. Wie umgehen mit der Last einer selbst auferlegten Vergangenheit? Dem coolen Sprayer Ich. Hunderte Fotos in Schachteln unter dem Bett oder im Geheimversteck. Sie erzählen von anderen Zeiten, anderen Systemen, die es galt zu knacken und zu beherrschen. Aber was passiert, wenn die Rolle nicht mehr weiter gespielt werden will? Der Rucksack des Individuums zur Last des Künstlers wird. Es bleiben neben anderer vor allem zwei Möglichkeiten: Die Form halten, unveränderlich Kurs halten. Seinen selbstauferlegten Prinzipien treu bleiben, immer zu, auf die Wand. Lobenswert. Aber heißt das nicht gleichzeitig die Zeit, als vierte Dimension, ausser Acht zu lassen. Das lernende und schreitende Ich zu übersehen? Die Selbstzensur also als Chance auszubrechen, aus dem Stein am Bein namens Authentizität. So wählt der Künstler als Korrektur die Form der Negierung. Nicht als Endpunkt, sondern als Möglichkeit des Weiterschreitens. Gretzki als sein eigener Buff. (Graffiti Reiniger) Wo vorher nur das Piece, der Schriftzug zählte, natürlich immer in Relation auf dem besonders exotischen Unter/ oder Hintergrund, TGV Zug oder City Skyline etc., löscht Gretzki jetzt das handelnde Ich aus den Bildern heraus. Durch Technik wird Transformation erzeugt… Vom Dokument zum Ereignis… Die Fotografien herausgelöst aus dem Kontext als Dokument zu funktionieren. Es bleibt die maßgebende Form der Umgebung zurück. Der Zug, die Schallschutzwand, das Gleis. Paradoxerweise ist die Arbeit hier aber nicht abgeschlossen, vielmehr findet ein Übertragen statt. Ein Fortführen seines Daseins. Mit Lackedding, Pinsel, Rasierklinge, wird Schicht um Schicht aufgetragen, oder vom DM Fotoabzug abgekratzt. Schicht als Zeugnis von Zeit. Und Fortschritt? Ein unwiederbringlicher Vorgang an seiner eigenen dogmatisch zusammengetragenen und gehaltenen Vergangenheit wird vollführt. Die Befreiung aus der Last des Archivs. Die Selbstzensur als Form der Bewegung. Allan Gretzki der alte Egoman, hat es dann doch wieder geschafft 2 Schritte vorwärts zu kommen. Mit einem kleinen Schritt zurück.” (Alexander Basile)

Watchlist: Trevor Paglen


Symbology (Volume I): Military culture is filled with a totemic visual language consisting of symbols and insignia that signify everything from various unit and command affiliations to significant events, and noteworthy programs. A typical uniform will sport patches identifying its wearer’s job, program affiliation, achievements and place within the military hierarchy.”


Limit Telephotography: A number of classified military bases and installations are located in some of the remotest parts of the United States, hidden deep in western deserts and buffered by dozens of miles of restricted land. Many of these sites are so remote, in fact, that there is nowhere on Earth where a civilian might be able to see them with an unaided eye. In order to produce images of these remote and hidden landscapes, therefore, some unorthodox viewing and imaging techniques are required.”


The Other Night Sky: is a project to track and photograph classified American satellites in Earth orbit, a total of 189 covert spacecraft. To develop the body of work, I was assisted by observational data produced by an international network of amateur “satellite observers.”


The Black Sites: With the beginning of the War on Terror, the CIA set up a network of secret prisons in Afghanistan and elsewhere around the world. Hundreds of ‘ghost prisoners’ have gone through this system. The black sites have become synonymous with allegations of torture. The locations of the secret prisons have been some of the Bush Administration’s most closely-guarded secrets.”

Ich habe gestern mit Trevor Paglen ein Interview für die kommende Ausgabe des Opak-Magazins geführt. Der US-Künstler/Wissenschaftler/Geograph beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Spionagesatelliten, Black Sites (geheime Gefängnisse, die außerhalb der USA betrieben werden und offiziell nicht existieren), mythisch-militäre Anlagen wie Area51 und CIA-Entführungsflüge. Allerhöchste Zeit, dass er hier mal erwähnt wird – ein wirklich außergewöhnlicher Künstler! Sein Vortrag bei Google vermittelt einen guten Einblick in seine investigative Praxis und das Interview zum Themenkomplex “Mythos” gibt´s dann ab September im Opak-Magazin.

Foto-Interviews: Picture This!


Slava Mogutin: Wer sind Sie? / Who are you?


Will Robson Scott: Was inspiriert Sie am meisten? / What inspires you most?


Tranquillium: Was würden Sie normalerweise niemals fotografieren? / What do you normally never take a picture of?


Linus Bill: Wenn Sie kein Fotograf wären, was würden Sie heute tun? / If you weren’t a photographer what would you be?


Kerstin zu Pan: Falls es Gott gibt, was würden Sie gerne von ihm hören, wenn Sie an der Himmelspforte anklopfen? / If Heaven exists, what would you like to hear God say when you arrive at the Pearly Gates?


Slava Mogutin: Was ist eigentlich der Sinn des Lebens? / What is the meaning of life?

Picture This” – schöne Serie (u.a. auch mit Peter Piller, Dennis Duijnhouwer, Johan Rosenmunthe, Sunny Shokrae) bei ARTE Creative: “Jeden Monat stellen wir einen Fotografen vor und schicken ihm einen Fragebogen mit zehn Fragen – und er antwortet in Bildern.”