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Benjamin Gaulon: “L.S.D / Sonic Graffiti”

Der französische Medienkünstler Benjamin Gaulon verwandelt das Licht der City-Light-Poster in Töne: “Research and recent innovations have led to an amazing increase of types and uses of visual displays and screens; indeed, in our predominantly visual culture, they are everywhere. A typical person carries at least one device with a screen, is presented with them in public places, uses them at work and in many leisure activities. They are so ingrained in our everyday acts and habits that we don’t even notice them anymore. L.S.D invites its users to engage in a new perception of their daily environment. L.S.D feeds on light via two LDR (light depending resistor) mounted on a suction cup, allowing the sensors to be mounted on any screen surface. An analogue synthesizer converts the light input to sound waves. This device can be used in many different configurations and feeds from any light sources. Even if L.S.D can be controlled by any light source, its design is aimed at screen reading/listening.” Via: Mail

Watchlist: HeHe


Nuage vert


“Catastrophes domestiques Nº2″


“Catastrophes domestiques Nº1: Flyrony”


“Siren Shield v1.0 is a personal counter surveillance software that monitors police activity. This software is freely available for download.”

HeHe sind das Duo Helen Evans und Heiko Hansen: “HeHe steht zwischen Kunst, Design und Alltagsintervention: Das Künstlerduo HeHe befasst sich mit Phänomenen aus dem täglichen Leben, mit banalen Gebrauchsgegenständen, verstärkt, vergrößert oder reduziert sie. Bei ihren Aktionen improvisieren HeHe mit ständig neuen Objekten – vom Motor bis zum Bügeleisen. Im Kontext der Kunst erfährt jeder Alltagsgegenstand eine symbolische Aufladung. Das Duo macht sogenanntes kritisches Design, das auf einen gesellschaftlichen Kontext abzielt und sich in keine künstlerische Disziplin einordnen lässt. Ähnlich wie die Nouveaux Réalistes, die Dadaisten oder die Situationisten streben auch HeHe danach, die Grenzen zwischen Kunst und Leben zu sprengen. HeHe befasste sich so zum Beispiel mit Themen wie Umweltverschmutzung, dem Green-Washing der Autoindustrie oder neuen Sicherheitstechnologien, in denen sich auch unbewusst unsere Ängste vor Katastrophen aller Art spiegeln.” Via: mcd Magazin

“Listen to you later”: Sound-Tags im öffentlichen Raum

“Watching a movie without sound makes it less convincing and less intense. The world is a movie with lots of sounds, some of them living some of them dead. But you can find their silent remains as traces of smell, dirt, forgotten objects or just certain atmospheres almost everywhere. We are bringing back the soundtrack of these lingering traces, generating an option for everyone to dive right back into the moment where they emerged from an action. The sound tag is fixed right on the trace and if you push it it will play the sound of whatever happened there. The Video was shot in Berlin.” Via: Linktipp

Johannes P Osterhoff: “Google, One Year Piece”

Johannes P Osterhoff hat seine einjährige Google-Performance beendet: “Da ein Script für jede Suchanfrage automatisch eine HTML-Seite erstellt hat und diese mit den anderen so erzeugten Seiten verlinkt wurde, entstand automatisch ein Netzwerk von über 8000 Seiten. Hauptsächlich aufgrund dieser Größe (und auch der Aktualität mit der ich dieses Gebilde durch meine ständige Suche aktualisiert habe), sind diese Seiten, die außer meinen Suchbegriffen und deren Datum eigentlich keinen Inhalt haben, recht gut bei Google gerankt und werden in den normalen Google-Ergebnissen angezeigt, wenn jemand das Gleiche oder etwas ähnliches sucht. Aber das ganze ist nicht nur Google Bustig, sondern eine Entsprechung zur Street Art im öffentlichen Raum – nur dass die Google-Ergebnisse einen halb-öffentlichen Online-Raum darstellen.” Zur diesjährigen Transmediale (ab 31.1) wird Osterhoff zusammen mit rund 20 Leuten eine Woche lang öffentlich googeln. Das Projekt wird auch beim 25. Stuttgarter Filmwinter (ab 19.1) vorgestellt und läuft dort im Wettbewerb “Network Culture”. Bei ARTE Creative kann man übrigens ab heute über seine Lieblingsarbeit abstimmen

Florian Kuhlmann: “#TakeAwayArt”

Schönes Ausstellungskonzept von Florian Kuhlmann: “#TakeAwayArt – Sockel mit USB-Ladestation kopiert die Bilder automatisch. Dein mitgebrachter USB-Stick wird nach dem Einstecken automatisch mit den ausgestellten Bildern, also 0,94 GB Original-Kunst befüllt.” Via: Mail

Vortrag: “Politik hacken”

Kleine Einleitung zur Nutzung von Sicherheitslücken gesellschaftlicher und politischer Kommunikation – ein Vortrag von Alexander Müller und Montserrat Graupenschläger beim 28th Chaos Communication Congress. “Klassischer Protest, konventionelle Demos, Online-Petitionen und Bürgerinitiativen werden seit einiger Zeit durch neue Instrumente der politischen Partizipation ergänzt. Deren Stärke liegt in dezentraler Organisation, Kommunikationsguerilla-Aktionen, diskursiver Intervention und kollaborativer Spontaneität. Der Vortrag stellt anhand von Beispielen ein Toolset an Möglichkeiten des regelverletzenden und gewaltfreien Mitmischens und Einmischens in Politik vor.” Mehr dazu hier, Download hier, via: Just/Mail, thx!

Und sonst so? : 09. 12. 2011


Endlich mal Spielzeugautos, mit denen meine Kinder spielen dürften. Foto: Jerome Demuth

* “Ich wollte dich auf den gerade frisch online gestellten Shop “urbanwalls.net” hinweisen. Hier werden Fotos auf Leinwand von Streetart in Berlin verkauft – ohne das die Künstler irgendeinen Benefit davon haben. Ich finde dieses Verhalten nicht akzeptabel”, schreibt mit ein “treuer Leser”. Danke für den Hinweis – und ja, das geht gar nicht! Also liebe Urbanwalls-Crew, wenn ihr so nen Käse (Streetart auf Leinwand, hä?) schon unbedingt machen müsst, dann beteiligt wenigstens die Künstler daran. Das ist das Mindeste…

* Die 7. Berlin Biennale stellt assoziierte KuratorInnen vor: Die Gruppe Voina aus Russland und Joanna Warsza: “Das KünstlerInnenkollektiv Voina (dt.: Krieg) aus Russland wurde 2005 von Oleg Vorotnikov und Natalya Sokol gegründet. Voina engagiert sich in aktionistischer Straßenkunst, die sich gegen die russischen Autoritäten richtet. Ihre Aktionen werden regelmäßig von einer Vielzahl von anonymen AktivistInnen unterstützt. Gegen die Gruppe und ihre AktivistInnen wurden bereits zahlreiche strafrechtliche Prozesse angestrengt. Zuletzt wurden Mitte Oktober 2011 Natalya Sokol und ihr Sohn Kasper für mehrere Stunden in Arrest genommen. Oleg Vorotnikov, Natalya Sokol, Leonid Nikolajew und Kasper Nienagliadny Sokol verweigern die Verwendung von Geld und leben ohne permanenten Wohnsitz in St. Petersburg. Ihr Credo lautet, wie Natalya Sokol erklärt: “Ein Künstler, der sich dem politischen Bewusstsein verschließt, ist nur ein Designer.” “Wir gehen nicht davon aus, dass die Gruppe Voina als herkömmliche KuratorInnen agieren werden. Vielleicht werden sie an die Türen von Ateliers klopfen, aber sicher nicht, um Kunstwerke auszuwählen, sondern um uns an das Ethos der KünstlerInnen zu erinnern. Sie gehören zu den letzten wenigen Gläubigen, die eine Kunst ausüben, die einen direkten politischen Auftrag hat. Sie verfolgen ihre eigene, grenzenlose, erratische und ernsthafte Praktik in Russland. Haben sie bereits ihr “bestes Kunstwerk“ geschaffen? Vielleicht der riesige Penis auf der Litiejnyj-Brücke in St. Petersburg? Das glauben wir nicht. Ihr bestes Kunstwerk ist die Erinnerung daran, dass wir uns als die Kunstwelt auf dem Weg befinden, zu einer neoliberalen Elite zu werden, die nur noch an finanziellem Gewinn und der Anhäufung symbolischen Kapitals arbeitet.“ (Artur Żmijewski und Joanna Warsza)

* “Gerade stark umstrittener Graffiti-Film aus Berlin: www.unlike-u.com. Bvg klagt, die Macher stellen zum Protest das Video für alle zum Streamen online…” Via: Jasmin, merci!

* “Hey hey, vielleicht eine Betrachtung wert: wir machen einen Aktionsadventskalender und dazu jeden Tag Aktionen mit der lokalen Occupy Bewegung zusammen: Im Rahmen der Ausstellung Dada New York 2 – Revolution to smash Global Capitalism zeigen wir ganz gemäß dem Prinzip neue Dringlichkeit die Plattform “One Action a Day keeps Capitalism away”. Gestartet haben wir den Aktionsadventskalender mit einer Performance und dem Revolutionsstarterkitverkauf bei der Vernissage im Cabaret Voltaire, weiter gings u.a. mit “verstörenden Chören” im Applestore und Co und einem Old-School-Radioballet am HB.” Via: Mail, thx nepo!

* “Hier ist der Max vom Minderheiten-Quartett. Von letzterem haben wir grade ein Erweiterungs-Pack fertig gestellt. Schau doch mal: http://minderheiten-quartett.de/erweiterung

* Der Mp3-Brutalizer: “Upload your shameful song to receive a download of the very same track but with a twist: the artist, song name, album, and cover art will have been disguised as an undeniably hardcore song.”

* “Zu den Feiertagen gibt es Vhils: Limited Collector’s Edition in einer streng limitierten Auflage von nur 30 Stück. Ein von ihm gestalteten Holzkiste beinhaltet seine Monografie, zwei Flipbooks sowie ein Kunstwerk – alles von Vhils persönlich nummeriert und unterschrieben. Via: Mail, danke, Helga!

* NoTube Contest von iocose.org: “The NoTube Contest comes back in its third edition on a renewed format. Sharing, tweeting, liking and +1ing now play, along with your vote, a significant role. It is now more “X-Factor meets Web2.0”, although this time the LESS voted videos will be shortlisted. *The NoTube Contest requires its participants to find the less valuable video on YouTube* When considering a video, the participant should make sure there is clearly 1) No reason to make it. 2) No reason to publish it. 3) No reason to watch it. The NoTube videos should have no value whatsoever!” Via: Mail

* Das neue Projekt von Paolo Cirio: “inVeritas is a project to democratize the power of the Italian media. Everyone should have the right to inform, thus breaking up the monopoly held by the mainstream media in Italy, renowned for their factiousness and systematic servility, and the censorship and manipulation of information. inVeritas gives everyone the chance to speak and disseminate news directly through news-stands across Italy. The inVeritas.net platform enables screamers to be generated for all the major Italian newspapers.”

Buchtipp: “Aram Bartholl – The Speed Book”

Schon mal vormerken: Die erste Monografie zum Werk von Aram Bartholl erscheint ab Januar 2012 im Gestalten Verlag – u.a. herausgegeben von Domenicio Quaranta, gestaltet von Manuel Bürger und mit Texten von Josephine Bosma, Jonah Brucker-Cohen, Jon Cates, Lindsay Howard, Alessandro Ludovico, Evan Roth, Bruce Sterling, Brad Troemel. “Aram Bartholl’s work explores the power structures, the social systems, the cultural innovations, the inner dynamics, the languages, and the products that are shaping our age. This first comprehensive monograph offers entry to an oeuvre in which space and cyberspace mingle and mangle each other, a realm that uses as little technology as possible while still speaking a digital language. Aram Bartholl: The Speed Book features savvy experiments with transitions from the virtual to the physical: USB sticks embedded into walls, buildings, and curbs; giant real-life versions of Google’s red map markers positioned in public spaces; portraits generated from search results. An introduction by editor Domenico Quaranta as well as essays by science fiction writer Bruce Sterling, art critics, and fellow artists guide readers through a wonderfully skewed version of reality under the influence of the internet, something Sterling refers to as Bartholl’s “self-created twilight zone.”

ARTE Creative: Interview mit Sweza

Interview mit Sweza über seine QR-Codes bei ARTE Creative – ein weiteres Video aus der Serie “On the Run” von Just gibt´s hier.

Akay: “Rainbow Warrior” aus der Serie “Instrument of mass destruction”

Nach dem “Robo Rainbow” hat Akay jetzt den “Rainbow Warrior” entwickelt – das neue “Instrument of mass destruction (complicated technical solution to aide in simple acts of vandalism)”. Mehr zu Akay auch hier. Via