Popular Tags

Category exhibitions

.wav: “Materialstudie”


Fotos: Julian Mährlein

Bilder der Hamburger Ausstellung “Materialstudie” von .wav im Oktober. “Die Exponate der Ausstellung sind Studien für uns und den öffentlichen Raum gewesen. Ziel von uns war es zwei der Exponate auszusetzen. Die Bank… Hast du ja schon gesehen…

Jetzt folgt der Baum…

Die Leitkegelstudie wollen wir im nächsten jahr noch mal in groß präsentieren, deshalb haben wir erstmal drauf verzichtet sie auszusetzen… Damit das auch alles Sinn für Außenstehende ergibt, wollte wir jetzt dich bitten die Ausstellungsfotos, mit dem Video und den Bank-Fotos die du schon hast, zu bloggen.” Et voilà, merci für das Update, Felix!

Ken De Keyser: “K+D+K”

Blickkontakt mit dem Künstler – ein Projekt des belgischen Konzeptkünstlers Ken De Keyser: “During the last two years De Keyser has been performing on opening nights at galleries and musea. During these performances he got into the role of a documentary filmmaker, observing the crowd, looking for tension between the exhibited work, the viewer and himself as an artist. Herein lies the paradox that characterizes this project: The artist’s need for recognition of a scene he condoms with his artistic output. This interaction, this curious moment when eyes meet lens – reveals the motive of both artist and spectator. De Keyser seeks recognition of his artistry in those of his presence. This results in fragments that balance between objective and subjective perceptions, between registration and authorship. Besides the basis concept – to confront the viewer with itself – this project is more than just institutional critique It is also a study of the social role of the artist, who – in this case – runs a phenomenological campaign for himself. With this campaign, De Keyser claims his space in the scene he portrays and condems his own consistently used marketing.” Via: Mail

Voina: Leonid Nikolajew auf der Flucht, Philip Kostenko im Hungerstreik


Foto: Vladimir Telegin

Kaum als Co-Kurator der Berlin-Biennale ernannt, schon verhaftet und schon wieder auf der Flucht: “Einer der Co-Kuratoren der 7. Berlin Biennale, Leonid Nikolajew, ist am vergangenen Wochenende bei einer kremlkritischen Demonstration verhaftet worden. Nikolajew gehört dem russischen Künstlerkollektiv Voina an. Erst in der vergangenen Woche hatte die Biennale bekannt gegeben, die Gruppe um den russischen Künstler Artur Zmijewski 2012 als „assoziierte Kuratoren“ einsetzen zu wollen. Am Montagmorgen gelang Leonid Nikolajew die Flucht aus der Polizeiwache. Mittlerweile soll ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vorliegen. (*). Und ein weiterer Voina-Aktivist, Philip Kostenko, sitzt noch in Haft und ist im Hungerstreik: “On December 6, 2011 Philip Kostenko, Voina Group artist, activist of the Russian human rights organization Memorial began a hunger strike. He was arrested near Gostiny Dvor at the peaceful rally in St. Petersburg against widespread violations in the State Duma elections. He was charged with failure to follow a police officer’s orders (Article 19.3). His case was heard by Judge Alexei Kuznetsov, whom many oppositionists claim is known for accepting false statements from police officers and handing down harsh punishments. Kostenko was sentenced to 15 days in custody. Another illegally arrested activist Victor Demyanenko joined Kostenko on the hunger strike. They demand “releasing all people who were detained at the peaceful rallies on December 4-6”. Kostenko is also wrongfully charged by Articles 214 (“vandalism”), 318 (“using violence against a public official”), 319 (“insulting a public official”).
(weiterlesen…)

Und sonst so? : 09. 12. 2011


Endlich mal Spielzeugautos, mit denen meine Kinder spielen dürften. Foto: Jerome Demuth

* “Ich wollte dich auf den gerade frisch online gestellten Shop “urbanwalls.net” hinweisen. Hier werden Fotos auf Leinwand von Streetart in Berlin verkauft – ohne das die Künstler irgendeinen Benefit davon haben. Ich finde dieses Verhalten nicht akzeptabel”, schreibt mit ein “treuer Leser”. Danke für den Hinweis – und ja, das geht gar nicht! Also liebe Urbanwalls-Crew, wenn ihr so nen Käse (Streetart auf Leinwand, hä?) schon unbedingt machen müsst, dann beteiligt wenigstens die Künstler daran. Das ist das Mindeste…

* Die 7. Berlin Biennale stellt assoziierte KuratorInnen vor: Die Gruppe Voina aus Russland und Joanna Warsza: “Das KünstlerInnenkollektiv Voina (dt.: Krieg) aus Russland wurde 2005 von Oleg Vorotnikov und Natalya Sokol gegründet. Voina engagiert sich in aktionistischer Straßenkunst, die sich gegen die russischen Autoritäten richtet. Ihre Aktionen werden regelmäßig von einer Vielzahl von anonymen AktivistInnen unterstützt. Gegen die Gruppe und ihre AktivistInnen wurden bereits zahlreiche strafrechtliche Prozesse angestrengt. Zuletzt wurden Mitte Oktober 2011 Natalya Sokol und ihr Sohn Kasper für mehrere Stunden in Arrest genommen. Oleg Vorotnikov, Natalya Sokol, Leonid Nikolajew und Kasper Nienagliadny Sokol verweigern die Verwendung von Geld und leben ohne permanenten Wohnsitz in St. Petersburg. Ihr Credo lautet, wie Natalya Sokol erklärt: “Ein Künstler, der sich dem politischen Bewusstsein verschließt, ist nur ein Designer.” “Wir gehen nicht davon aus, dass die Gruppe Voina als herkömmliche KuratorInnen agieren werden. Vielleicht werden sie an die Türen von Ateliers klopfen, aber sicher nicht, um Kunstwerke auszuwählen, sondern um uns an das Ethos der KünstlerInnen zu erinnern. Sie gehören zu den letzten wenigen Gläubigen, die eine Kunst ausüben, die einen direkten politischen Auftrag hat. Sie verfolgen ihre eigene, grenzenlose, erratische und ernsthafte Praktik in Russland. Haben sie bereits ihr “bestes Kunstwerk“ geschaffen? Vielleicht der riesige Penis auf der Litiejnyj-Brücke in St. Petersburg? Das glauben wir nicht. Ihr bestes Kunstwerk ist die Erinnerung daran, dass wir uns als die Kunstwelt auf dem Weg befinden, zu einer neoliberalen Elite zu werden, die nur noch an finanziellem Gewinn und der Anhäufung symbolischen Kapitals arbeitet.“ (Artur Żmijewski und Joanna Warsza)

* “Gerade stark umstrittener Graffiti-Film aus Berlin: www.unlike-u.com. Bvg klagt, die Macher stellen zum Protest das Video für alle zum Streamen online…” Via: Jasmin, merci!

* “Hey hey, vielleicht eine Betrachtung wert: wir machen einen Aktionsadventskalender und dazu jeden Tag Aktionen mit der lokalen Occupy Bewegung zusammen: Im Rahmen der Ausstellung Dada New York 2 – Revolution to smash Global Capitalism zeigen wir ganz gemäß dem Prinzip neue Dringlichkeit die Plattform “One Action a Day keeps Capitalism away”. Gestartet haben wir den Aktionsadventskalender mit einer Performance und dem Revolutionsstarterkitverkauf bei der Vernissage im Cabaret Voltaire, weiter gings u.a. mit “verstörenden Chören” im Applestore und Co und einem Old-School-Radioballet am HB.” Via: Mail, thx nepo!

* “Hier ist der Max vom Minderheiten-Quartett. Von letzterem haben wir grade ein Erweiterungs-Pack fertig gestellt. Schau doch mal: http://minderheiten-quartett.de/erweiterung

* Der Mp3-Brutalizer: “Upload your shameful song to receive a download of the very same track but with a twist: the artist, song name, album, and cover art will have been disguised as an undeniably hardcore song.”

* “Zu den Feiertagen gibt es Vhils: Limited Collector’s Edition in einer streng limitierten Auflage von nur 30 Stück. Ein von ihm gestalteten Holzkiste beinhaltet seine Monografie, zwei Flipbooks sowie ein Kunstwerk – alles von Vhils persönlich nummeriert und unterschrieben. Via: Mail, danke, Helga!

* NoTube Contest von iocose.org: “The NoTube Contest comes back in its third edition on a renewed format. Sharing, tweeting, liking and +1ing now play, along with your vote, a significant role. It is now more “X-Factor meets Web2.0”, although this time the LESS voted videos will be shortlisted. *The NoTube Contest requires its participants to find the less valuable video on YouTube* When considering a video, the participant should make sure there is clearly 1) No reason to make it. 2) No reason to publish it. 3) No reason to watch it. The NoTube videos should have no value whatsoever!” Via: Mail

* Das neue Projekt von Paolo Cirio: “inVeritas is a project to democratize the power of the Italian media. Everyone should have the right to inform, thus breaking up the monopoly held by the mainstream media in Italy, renowned for their factiousness and systematic servility, and the censorship and manipulation of information. inVeritas gives everyone the chance to speak and disseminate news directly through news-stands across Italy. The inVeritas.net platform enables screamers to be generated for all the major Italian newspapers.”

Christian Falsnaes: “Elixir”

Die neue Performance von Christian Falsnaes (mehr auch hier) in Berlin (PSM Gallery, Musik: Lea von Wintzingerode): “Beyond parental watch is danger to the infant. Beyond the threshold is darkness. Beyond the security of social affirmation is the adventure of art.” Via: Mail, thx!

Unsere Freunde & Helfer auf Zeugensuche

Die Polizei in Hamburg, sprich das Einsatzkommando “Farbschmierereien”, wird immer kreativer: “Auf der letzten Artillerie (eine Art illegaler Galerieraum) hat ein Fotograf Post von der Polizei bekommen und eine Vorladung – und soll jetzt aussagen über die Künstler die dort gearbeitet haben.” Hoffentlich weiß der Fotograf, dass er, falls er dort vor Ort einer journalistischen Tätigkeit (wenn er z.B. für Blogs publiziert) nachging, ein gesetzlich verbrieftes, berufliches “Zeugnisverweigerungsrecht” hat – d.h. er muss seine Quellen nicht offenlegen und muss auch keinem Polizisten seine Informationen preisgeben. Via: Mail, thx F, Bild via FB!

Watchlist: “The Passage Souterrain” in Paris

The Passage Souterrain” ist ein Guerilla-Ausstellungsraum (sprich: Unterführung) in Paris, der seit 2005 vor allem von spanischen, politischen Künstlern bespielt wird, u.a. haben dort bereits ausstellt: Fernando Sanchez Castillo, Jorge Diezma, Santiago Sierra, PSJM uvw. “The Passage Souterrain is a guerrilla art space. Its goal is to develope in-situ and ephymerous interventions by contemporary artists in a public art space. The creators that take part in this process are spanish –south american and spaniard- and for the great part their work is politically engaged. If art is about comunicating visions, exchanging experiences and sharing life, these are the pilars on wich the Passage Souterrain is based. Passage Souterrain: Avenue de New York with rue de la Manutention, Paris.” Via: Mail, gracias!

Call for Participation: MS DOCKVILLE Kunstcamp

“Das MS DOCKVILLE für Kunst und Musik ist ein Kategorienfehler: es ist kategorisch verwirrt, hat irritierte Kategorien und führt durch verirrte Kategorien irre. Verwirrt? Dann lasst uns auf die Suche nach den Schubladen gehen, wo Frauen auf der Baustelle das Sagen haben, bildende Kunst auf einem Rockfestival gefeiert wird, das Individuelle das Wichtigste der Gemeinschaft ist, und Jung und Alt auf einem Brachgelände an der Elbe zusammen kommen um zusammen zu sein. Lasst uns am Abend feiern ohne Feierabend zu haben und lasst uns darüber lachen, wie traurig es ist, dass alles so durcheinander ist. Unsere Ausschreibung für das nächste MS DOCKVILLE Kunstcamp ist raus! “Entweder. Oder.” Einsendeschluss: 07. Februar 2012. Alles Weitere und Bewerbungsunterlagen findet ihr hier: msdockville.de/kunst“. Via: Mail

TRANSPRIVACY: “Justice Is Not Available”

“Justice Is Not Available”: Der Beitrag von 01.0RG zum Projekt “TransPrivacy – Öffentlichkeit und Privatsphäre im digitalen Wandel” (Website auch gerade nicht available) von Florian Kuhlmann. Mehr zu dem Projekt auch hier. “If you were living in Dusseldorf, Germany, you may have noticed some rather hermetic posters around the city with the Pentagon website saying: The requested resource, (/justice), is not available. like the ones you can see here. They were put up for a project called TransPrivacy, where Net Art and Street Art meet. You can also see our piece directly on the Pentagon website: http://pentagon.osd.mil/justice.”

Ausstellung: “Dada New York II: The Revolution to Smash Global Capitalism”

Dada, kreativer Aktivismus und politische Kunst im Cabaret Voltaire in Zürich: Die Ausstellung “Dada New York II: The Revolution to Smash Global Capitalism” (1. Dezember 2011 bis 19. Februar 2012) mit The Yes Men, Reverend Billy, Voina Group, Conceptual Devices, Otpor, Mac Ghillie und anderen lokalen Akteuren. Aus dem Pressetext: “Als Marcel Duchamp und Francis Picabia 1913 nach New York kamen, waren sie beide begeistert von der Dynamik, die damals in New York herrschte. Picabia sprach davon, dass in New York die Zukunft der Kunst liegt. Beide, Duchamp und Picabia, stellten ihre Art Kunst zu machen in New York radikal um und arbeiteten an der Zukunft der Kunst. Der eigentliche Höhepunkt dieser Bewegung war die „Fontaine“ von Marcel Duchamp, die er unter dem Pseudonym R. Mutt 1917 präsentierte. Die „Fontaine“ wurde 2005 zum bedeutensten Kunstwerk des 20sten Jahrhunderts ernannt. Mit einer heutigen Perspektive, sollte eigentlich klar sein, was diese Zukunft war oder ist. Als wir mit dieser Frage nach New York gingen, kamen wir vor allem mit Künstlern in Kontakt, die sehr politisch agieren und vielleicht mehr Aktivisten als Künstler sind. Wie das Beispiel der „Fontaine“ oder wussten die New Yorker Dadaisten, wie das „System“ gekonnt auszutricksen war, wie man mit Hoax und Falschmeldungen als Trickster und Prankster (Schlingel) die Menschen zum Nachdenken bringen konnte. Sie lancierten in New York sehr elegant und dandyhaft einen Protest, der indirekt und mit Witz und Schalk einen Effekt hatte. Das ist ein Merkmal, das auch die Aktivisten, mit denen wir in New York zu tun hatten, aufwiesen. Daher haben wir uns entschieden, diese „kreativen Aktivisten“ oder „politischen Künstler“ mit dem Projekt „Dada New York II: The Revolution to Smash Global Capitalism“ genauer zu betrachten.
(weiterlesen…)